Bis zu 100 Euro Strafe für Sommerreifen bei Schnee und Eis

Winterreifenpflicht: Keine gezielten Kontrollen im Kreis Northeim geplant

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Pflicht bei Schnee: Autofahrer sollten jetzt dringend Winterreifen aufziehen.

Northeim. Wenn die ersten Schneeflocken fallen, beginnt auch im Landkreis Northeim der Run auf Winterreifen und Werkstätten.

Doch nicht jeder Autofahrer ist der Meinung, so die Erfahrungen der Northeimer Polizei, dass er sein Fahrzeug für schneeglatte Straßen wappnen muss.

„Ein geringer Teil unserer Verkehrsteilnehmer ist der Meinung, dass er auch im Winter auf Sommerreifen ans Ziel kommt“, sagt Peter Schliep, Sachbearbeiter Verkehr bei der Polizeiinspektion Northeim-Osterode.

Auffallend sei, dass immer mehr Autofahrer ihre Wagen mit Ganzjahresreifen fahren. „Das sind überwiegend Leute, die nur kurze Strecken mit dem Auto bewältigen.“ Insgesamt spricht er den Autofahrern im Landkreis ein Lob aus: „Die überwiegende Mehrheit rüstet ihre Autos auf Winter um.“

Wer bei Schnee und Glatteis mit Sommerreifen erwischt wird, muss 60 Euro Strafe zahlen. Behindert er den Verkehr, weil er ins Rutschen kommt oder am Straßenrand liegen bleibt, kostet das 80 Euro. Werden andere durch das rutschende Auto gefährdet, sind 100 Euro fällig. Dazu kommt jeweils ein Punkt in Flensburg.

Spezielle Winterreifenkontrollen werde es im Landkreis nicht geben, sagt Schliep. Aber: „Während Verkehrskontrollen werden wir auch die Reifen unter die Lupe nehmen.“ Stellen Polizeibeamte bei einem Unfall auf Schneeglätte fest, dass eines der beteiligten Fahrzeuge mit Sommerreifen ausgestattet ist, kommt das natürlich in die Unfallmeldung. Schliep: „Das gibt ein Bußgeld und die Versicherungen werden mit Sicherheit auch darauf reagieren.“

Die seit 2014 geltende Regelung zur Winterreifenpflicht hat auch Ausnahmen, berichtet Schliep: Zum Beispiel müssen Lastwagen lediglich auf der Antriebsachse der Witterung entsprechende Reifen fahren, Vorderachse und Anhänger können durchaus auch im Winter mit Sommerreifen versehen sein.

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