Standbetreiber setzen aufs Boostern

Weihnachtsmarkt in Northeim bleibt geöffnet

Bis einen Tag vor Heiligabend sollen die Buden, die Verkaufsstände, das Karussell und auch das Puppentheater im Weihnachtsmarktzelt zu den bekannten Zeiten geöffnet bleiben.
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Bis einen Tag vor Heiligabend sollen die Buden, die Verkaufsstände, das Karussell und auch das Puppentheater im Weihnachtsmarktzelt zu den bekannten Zeiten geöffnet bleiben.

Jetzt steht es fest: Der Northeimer Weihnachtsmarkt wird nicht geschlossen, sondern bis zum 23. Dezember geöffnet bleiben.

Northeim - „Nach der Probephase in der vergangenen Woche sind die Beschicker zu dem Ergebnis gekommen, dass sie weitermachen wollen auch wenn derzeit 2G-plus auf dem Weihnachtsmarkt gilt“, erklärte Tanja Bittner, Geschäftsführerin des Northeimer Stadtmarketings, am Montag. Die Tatsache, dass Menschen, die die Boosterimpfung bekommen haben, sich nicht testen lassen müssen, werde von allen Beteiligten als positives Signal zum Weitermachen gesehen.

Bittner betont, dass auf dem Weihnachtsmarkt genügend Platz sei, um den Auflagen gerecht werden zu können und die Sicherheit der Besucher zu gewähren. „Und bei unseren Kontrollen haben wir festgestellt, dass sich die Besucher an die Regeln halten.“

„Wir möchten weitermachen, und unsere Kundschaft möchte auch, dass wir weitermachen“, bringt Andreas Krummacker, Sprecher der Standbetreiber, die aktuelle Situation auf den Punkt. Das Boostern werde sicher nicht für einen normalen Weihnachtsmarktbetrieb sorgen, wie man ihn aus Vor-Coronazeiten kenne, ist sich Krummacker, der von vielen Gästen nur kurz Hucky genannt wird, sicher. „Aber wir versprechen uns davon, dass wir in den verbleibenden zwei Wochen doch noch etwas mehr Betrieb haben werden.“

Wie seine Kolleginnen und Kollegen sei er Schausteller mit Leib und Seele, betont er. Insofern sei ein Abbruch des Weihnachtsmarktes keine Option gewesen. „Wenn man schon das ganze Jahr über das Gefühl hat, dass man eigentlich nicht arbeiten darf, wie man will, möchte man jetzt einfach nicht zu Hause rumsitzen und nichts tun“, beschreibt Krummacker seine Gemütslage – und auch die der anderen Standbetreiber.

„Wenn wir jetzt abbauen würden, könnten wir vielleicht unter dem Strich noch ein bisschen Geld sparen, möglicherweise ein Drittel der Kosten, aber das würde den Kohl auch nicht mehr fett machen“, sagt Hucky.

Er weist darauf hin, dass die aktuellen Öffnungszeiten bis zum 23. Dezember beibehalten werden und der Weihnachtsmarkt täglich von 12 Uhr bis 20 Uhr geöffnet sein wird.

Derzeit gelten auf dem Weihnachtsmarkt folgende Regeln:

-  FFP-2-Maskenpflicht auf dem gesamten Weihnachtsmarktgelände, außer beim Verzehr,

-  Speisen und Getränke dürfen nicht an den Ständen, sondern nur im dafür vorgesehenen Bereich verzehrt werden.

.  Die 2G-Plus-Regel (geimpft oder genesen plus Test) gilt für alle ab 18 Jahre für gastronomische Angebote und das Karussell.

-  2G-Plus-Bändchenausgabe an allen Verzehrständen und am Karussell sowie im Bürgerbüro und in der Northeim Touristik.

-  Der Mindestabstand von 1,50 Meter muss eingehalten werden.

Wer einen Test selbst mitbringt und sich unter Aufsicht an einem der Stände testet, erhält bei einem negativen Testergebnis auch ein Zertifikat.

Ob und wie das Weihnachtsdorf in Einbeck weiter betrieben wird, steht derzeit noch nicht fest. Gestern und heute blieben beziehungsweise bleiben die Buden laut einer Pressemitteilung der Gesellschaft für Stadt- und Standortmarketing Einbeck für eine Umstrukturierung des Weihnachtsdorfes geschlossen. Mit allen Beteiligten arbeite man an einer Lösung, damit es auch weiterhin geöffnet bleiben könne, so Rebecca Siemoneit-Barum, Geschäftsführerin im Bereich Event- und Citymanagement. Weitere Informationen werde man voraussichtlich am Mittwoch bekannt geben. (nik)

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