Wohnhäuser 3 und 4 betroffen

Brandschutz im Northeimer City Center weiter mangelhaft

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Blick aus der Vogelperspektive: Der Brandschutz ist nach Einschätzung der Northeimer Stadtverwaltung in den beiden Wohnhochhäusern des Grafenhof-Komplexes mangelhaft.

Northeim. In den beiden Wohnhäusern 3 und 4 des Grafenhof-Komplexes in Northeim ist der Brandschutz immer noch nicht ausreichend gewährleistet.

Zu dieser Einschätzung kommt die Northeimer Stadtverwaltung in ihrer Eigenschaft als Bauaufsichtsbehörde.

Bereits im November 2015 hatte die Stadtverwaltung darauf gedrängt, dass die Eigentümerin des City-Centers, die Coriander Constructing & Consulting GmbH (CCC), Brandschutzmängel, auf die man bereits sieben Jahre zuvor aufmerksam gemacht habe, endlich zu beseitigen (wir berichteten). Unter anderem wurde bemängelt, dass der Plan der CCC, als zweiten Rettungsweg offene Stahltreppen an den beiden Gebäuden anzubringen, noch nicht umgesetzt worden war, obwohl es dafür seit 2014 eine Baugenehmigung gibt. Die Stadt hatte 2015 damit gedroht, die Nutzung von 44 Wohnungen in den beiden Gebäuden zu untersagen.

Daraufhin hatte die CCC ein Brandschutzgutachten bei einem externen Gutachter in Auftrag gegeben. Die darin aufgezeigten erforderlichen Brandschutzmaßnahmen seien zwar inzwischen umgesetzt und weitestgehend nachgewiesen worden, sagt Marcos Prieto, Rechtsamtsleiter und Pressesprecher der Stadt Northeim. Allerdings seien die in dem Gutachten enthaltenen Maßnahmen nach Ansicht der Brandschutzbehörde nicht ausreichend.

Insbesondere sei weiterhin zu bemängeln, dass die vorgeschriebenen Rettungswege immer noch nicht sichergestellt worden sind. Prieto: „Es fehlen nach wie vor ein zweiter baulicher Rettungsweg beziehungsweise ein funktionierendes Sicherheitstreppenhaus.“ Um die erforderlichen Rettungswege sicherzustellen, sei die CCC seitens der Stadt aufgefordert worden, entsprechend nachzubessern.

Die Geschäftsleitung der CCC war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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