Vermieter gesucht

Im Landkreis Northeim wird Wohnraum für geflüchtete Menschen benötigt

Flüchtlinge mit Gepäck vor einem Gebäude
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Der Landkreis Northeim muss wieder mehr Flüchtlinge unterbringen und braucht dafür Wohnraum. Dieses Archivfoto entstand im Grenzdurchgangslager Friedland.

Der Landkreis Northeim sucht derzeit Unterbringungsmöglichkeiten für geflüchtete Menschen.

Northeim – Nach eineinhalb Jahren Corona-Pandemie weist die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen dem Landkreis Northeim wieder vermehrt geflüchtete Menschen zu. Das hat die Northeimer Kreisverwaltung mitgeteilt.

Zusätzlich sei in den kommenden Monaten mit höheren Zugangszahlen an schutzbedürftigen Menschen zu rechnen – zum einen im Rahmen humanitärer Aufnahmeprogramme und zum anderen durch die Aufnahme evakuierter afghanischer Staatsangehöriger.

Der Landkreis sucht daher zur Unterbringung geflüchteter Menschen aktuell verstärkt nach Wohnraum in verschiedenen Größen und bittet Haus- und Wohnungseigentümer, die sich vorstellen können, ihre Räumlichkeiten für diesen Zweck zu vermieten, sich bei der Kreisverwaltung zu melden.

Laut Pressemitteilung erfolgt die Anmietung unmittelbar durch den Landkreis Northeim, sodass auch Miete und Nebenkosten direkt vom Landkreis bezahlt werden. Nach Möglichkeit sollten die Orte, in denen sich die jeweiligen Häuser oder Wohnungen befinden, entweder gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sein oder über die Möglichkeit zum Einkauf von Lebensmitteln sowie eine ärztliche Versorgung verfügen.

Von Januar bis Oktober wurden dem Landkreis Northeim insgesamt 91 Flüchtlinge zugewiesen. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 149. Diese stammen laut Mitteilung des Landkreises vor allem aus dem Kaukasus, dem mittleren Osten und dem Balkan.

Derzeit hat der Landreis Flüchtlinge in insgesamt 86 Wohnungen untergebracht. Aufgrund neuer Zuweisungen und dem Wiederauszug von Flüchtlingen variiere die Anzahl der untergebrachten Menschen allerdings ständig.

Die belegten Wohnungen seien teilweise schon 2016 für die Unterbringung von geflüchteten Menschen angemietet worden und seien seitdem fortlaufend für diesen Zweck genutzt worden, so die Kreisverwaltung weiter.

Wie sich die Flüchtlingssituation angesichts der aktuellen Geschehnisse an der polnisch-belarussischen Grenze entwickeln wird, ist laut Landkreis derzeit nicht absehbar. Ob weiterführende Maßnahmen seitens des Landkreises künftig notwendig sein werden, sei von der Entwicklung der Flüchtlingszahlen und des Wohnungsmarktes abhängig.

Haus- und Wohnungseigentümer, die ihr Interesse an einer Vermietung zur Unterbringung von geflüchteten Menschen bekunden möchten oder weitere Informationen dazu benötigen, werden gebeten, sich mit dem Fachbereich Facility-Management des Landkreises in Verbindung zu setzen. Ansprechpartnerin ist Melanie Oberdieck. Sie ist telefonisch unter 0 55 51/70 85 12 oder per E-Mail an moberdieck@landkreis-northeim zu erreichen.

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