Dieses Jahr schon 134 Fälle, deutlich mehr als im gesamten Vorjahr

Zahl der Einbrüche im Kreis steigt rapide

Northeim. Die Zahl der Wohnungseinbrüche im Landkreis Northeim steigt deutlich an. Das betrifft zum einen die übliche Zunahme mit Beginn der dunklen Jahreszeit.

Zum anderen ist auch gegenüber den Vorjahren eine deutliche Zunahme zu verzeichnen.

Registrierte die Polizei kreisweit vor zwei Jahren 135 Fälle und im Vorjahr nur 119, so sind dieses Jahr bis jetzt schon 134 Einbrüche aktenkundig. Geht die Entwicklung so weiter, dann dürfte am Jahresende eine Steigerung von 20 Prozent zu Buche stehen.

Von den 119 Taten im vorigen Jahr wurden laut Polizeisprecher Uwe Falkenhain lediglich 21 aufgeklärt, was einer Aufklärungsquote von 17 Prozent entspricht. „Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr wieder die 25er-Marke von 2013 erreichen können.“

Grund dafür, dass die Hoffnung Früchte trägt, hat die Polizei, denn allein in der vorigen Woche schnappten Northeimer Beamte nach Hinweisen aufmerksamer Nachbarn in der Kreisstadt während und nach Einbrüchen zwei Einbrechergruppen. Alles waren deutsche, heimische Täter, die sich offenbar durch Diebestouren ein Zubrot verdienen, sagt Polizeihauptkommissar Dirk Schubert, der in der Polizeiinspektion für die Kriminalprävention zuständig ist.

Tätig sind nach Schuberts Worten nach wie vor auch überregionale agierende Banden, meist aus Osteuropa. Sie suchten sich Objekte in Einfamilienhausgebieten nahe der Autobahn aus, um sich nach dem schnellen Bruch mit Bargeld und Goldschmuck als Beute rasch wieder aus dem Staub machen zu können. Manchmal kennzeichneten sie Haustüren mit kleinen Plastikstreifen zwischen Tür und Angel. Sind diese nach Tagen immer noch an der selben Stelle und nicht heruntergefallen, dann gingen die Täter davon aus, dass das Objekt unbewohnt ist.

Der Kriminalist rät, beim Verlassen der Wohnung stets den Eindruck zu vermitteln, dass jemand im Hause ist.

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