Gesundheitsbericht der AOK

Zahl der Krankheitstage im Landkreis Northeim steigt

Northeim. Die Zahl der Krankheitstage der Arbeitnehmer im Landkreis Northeim nimmt zu. Das geht aus dem Gesundheitsbericht der AOK hervor.

Durchschnittlich waren die Beschäftigten im Landkreis Northeim im vergangenen Jahr 21,7 Tage krank. Das bedeutet nach Mitteilung der AOK, 5,9 Prozent der Arbeitstage wurden wegen einer Erkrankung versäumt. Im Vergleich zum Jahr 2014 bedeutet das eine Zunahme um 0,8 Prozentpunkte.

Damit liegt der Landkreis beim Krankenstand über dem niedersächsischen Landesdurchschnitt. Landesweit ermittelte die AOK unter ihren Versicherten für 2015 5,6 Prozent Krankenstand (20,4 Tage), auf Bundesebene sind es sogar nur 5,3 Prozent (19,3 Tage).

Die vier häufigsten Ursachen für Krankschreibungen waren Erkrankungen von Muskel- und Skelett-Apparat mit 22 Prozent, gefolgt von Atemwegs-Erkrankungen mit 11,6 Prozent und psychischen Erkrankungen sowie Verletzungen mit je 10,5 Prozent.

AOK-Regionaldirektor Frank Niemeyer sieht die Hauptursache für den Anstieg im Landkreis Northeim in einer Erkältungswelle im ersten Quartal 2015. „Wobei es den Landkreis Northeim noch vergleichsweise mild getroffen hatte. In einigen Regionen von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen hatte die Erkältungswelle jeden vierten Arbeitnehmer so stark erwischt, dass er nicht zur Arbeit konnte“, betont der Regionaldirektor.

Und: Mit zunehmendem Alter steigt der Krankstand. „Was jedoch nicht bedeutet, dass ältere Menschen grundsätzlich kränker sind“, betont Niemeyer. Vielmehr nehmen nach seinen Worten bei älteren Beschäftigten die Langzeiterkrankungen zu.

Als Langzeiterkrankung gilt eine Dauer von mehr als sechs Wochen. Die Langzeit-Kranken machen zwar nur 4,8 Prozent der Fälle aus. Sie verursachen allerdings annähernd die Hälfte aller Fehltage, nämlich 47,4 Prozent.

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