Kriminalstatistik für Northeim/Osterode vorgestellt

Zahl der Straftaten gestiegen: Mehr Einbrüche und Diebstähle

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Simulieren einen beliebten Trick von Betrügern: Polizeioberrat Oliver Tschirner (links) und Polizeidirektor Hans Walter Rusteberg. Mit einem Klemmbrett, zum Beispiel für Unterschriften- oder Spendensammlungen, lenken die Betrüger ihre Opfer ab und stehlen währenddessen unbemerkt Geldscheine oder gleich die ganze Geldbörse.

Northeim. Die Zahl der Straftaten im Bereich der Polizeiinspektion Northeim/Osterode ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen: 2015 wurden 11.591 Taten registriert.

Im Jahr zuvor waren es 11.227 Taten. Die Aufklärungsquote ist nach wie vor recht hoch. Sie liegt mit 67,23 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt (61,17 Prozent). Diese Bilanz zog Polizeidirektor Hans Walter Rusteberg am Montag bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für das Jahr 2015.

„Der Anstieg ist hauptsächlich auf vermehrte Taten im Eigentumsbereich zurückzuführen“, so Rusteberg. Neben Wohnungseinbrüchen sei insbesondere die Zahl der Taschendiebstähle gestiegen. Insgesamt machten Diebstähle rund ein Drittel aller Straftaten aus. „Die Intensivierung der Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen wird eine der großen Herausforderungen sein“, so der Polizeidirektor.

Auch in Sachen Taschendiebstahl will die Polizei verstärkt auf Prävention setzen. So stieg die Zahl der Taschendiebstähle von 66 Fällen im Jahr 2014 auf 107 Fälle im Jahr 2015 an. „Besonders beliebt ist der Klemmbrett-Trick“, erläuterte Kriminaloberrat Oliver Tschirner. Dabei sprechen Betrüger Passanten zum Beispiel unter dem Vorwand an, dass sie für gemeinnützige Zwecke sammeln. Während sie ihre Opfer ablenken, stehlen sie Geldscheine oder gleich die ganze Geldbörse.

Die Zahl der Betrugsdelikte ist im vergangenen Jahr ebenfalls leicht gestiegen. Eher rückläufig sind die Fallzahlen dagegen bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, bei der Verbreitung von pornografischen Schriften sowie bei Raub und räuberischer Erpressung.

Von allen 11.591 Straftaten richteten sich nur neun gegen das Leben, darunter fünf Verkehrsunfälle mit fahrlässiger Tötung und ein versuchter Mord. „Insgesamt leben die Menschen im Landkreis Northeim nach wie vor sehr sicher“, bilanzierte Rusteberg.

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