EU zahlt Bauern im Landkreis 22,2 Mio. Euro Subventionen

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Mähdrescher bei der Weizenernte: Im Landkreis Northeim erhalten die Bauern insgesamt 22,2 Millionen Euro Subventionen von der Europäischen Union.

Northeim. Die EU hat im vergangenen Jahr 22,2 Millionen Euro als Agrar-Subventionen an 1122 Landwirte aus dem Landkreis Northeim gezahlt.

Darüber gibt eine Datenbank der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Auskunft. Die einzelnen Namen der Begünstigten sowie die exakten Geldbeträge waren jahrelang geheim gehalten worden. Nach einer entsprechenden EU-Verordnung musste die Bundesanstalt diese Daten aber jetzt für die Öffentlichkeit freischalten.

„So richtig glücklich sind wir darüber nicht“, sagt der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Northeim-Osterode, Hartmut Danne, auf Anfrage unserer Zeitung. Er begründet seine Kritik mit Datenschutz und eventuell aufkommendem Neid. Ein weiterer Grund sei mangelnde Aufklärung: „Der Laie kann doch mit den Summen nichts anfangen und weiß gar nicht, was alles dahinter steckt, wenn Landwirte Geld von der EU bekommen“.

Der größte Teil des Geldes floss aus dem Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds für Landwirtschaft in den Landkreis: 19,2 Millionen Euro. Die Zahlungen richten sich nach Hektar pro Betrieb. Die restlichen drei Millionen Euro wurden im EU-Haushaltsjahr 2014 für spezielle Förderprogramme wie Blühstreifen, Grundwasserschutz und Ökolandbau gezahlt.

Profitiert haben aber nicht nur einzelne Landwirte, sondern auch größere Unternehmen. So ging die größte Gesamtsumme im Landkreis an die Firma KWS Saat GmbH. Der Saatguthersteller aus Einbeck erhielt laut der Datenbank insgesamt 676.000 Euro. Dahinter folgen mit 274.000 Euro die Einbecker Land GmbH & Co. KG sowie Landwirt Henning Meyer aus Katlenburg-Lindau, der 269.000 Euro als EU-Agrarhilfe bekommen hat.

Die Datenbank im Internet: www.agrar-fischerei-zahlungen.de/suche

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