Mediziner gibt Tipps

Zecken lauern auch im heimischen Garten: So schützt man sich

Zecke. Foto: dpa

Northeim. Kaum wird es wärmer, sind sie wieder da: Zecken. Ein Mediziner hat uns erklärt, wie man sich vor einem Zeckenstich schützen kann.

Wenn es im Frühjahr wieder wärmer wird, droht beim Aufenthalt im Freien gleich schon die erste Gefahr: Zecken. Bereits ab Temperaturen von sieben Grad plus werden die Tierchen in der Natur aktiv.

Natürlich sei mit einem Zeckenstich nicht zu spaßen, sagt Dr. Matthias Boldt, Leiter des Fachbereichs Gesundheits- und Veterinärwesen des Landkreises Northeim. Allerdings müsse Panikmache auch nicht sein: „Wer nach einem Aufenthalt im Freien ein paar Regeln befolgt, braucht keine Angst vor einem Zeckenstich zu haben, durch den möglicherweise eine Borreliose übertragen wird“, so der Mediziner.

Laut Mitteilung des Robert-Koch-Instituts (RKI) Berlin wurden in Berlin und Umgebung neue Erreger in Zecken entdeckt. Boldt: „Das Gesundheitsamt hat Zecken gesammelt und sie auf neue Krankheitserreger untersucht.“ In Teilen Europas seien dabei sogar Erreger eher exotischer Krankheiten wie Dengue-Fieber oder Hanta entdeckt worden. „In Niedersachsen sind diese Erreger aber bislang nicht aufgetreten“, beruhigt Dr. Boldt.

Trotzdem rät er, sich beim Aufenthalt in Feld und Wald und im hohen Gras mit langer Kleidung zu schützen. Wer bei höheren Temperaturen in kurzen Hosen in der Natur unterwegs ist, sollte sich im Anschluss von einer zweiten Person genau absuchen lassen.

Zecken springen entgegen der weitläufigen Meinung nicht auf Mensch und Tier über, sondern lassen sich abstreifen. „Zecken wandern nur eine bestimmte Strecke mit und krabbeln dabei so lange herum, bis sie ein Stück Haut gefunden haben“, sagt der Mediziner. Zecken stechen nicht sofort zu, sondern meist erst nach einigen Stunden. „Darum bleibt genug Zeit, den Körper gründlich abzusuchen.“ Dr. Boldt betont, dass Zecken allerdings nicht nur im Wald, sondern auch im heimischen Garten lauern.

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