Schwerstverletzte und Tote

Northeim: Zehn bis 15 schwere Unfälle pro Jahr auf Bundesstraße 3

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Banner gegen schwere Unfälle: Polizei und Unterstützer machen mobil gegen Verletzte und Tote im Straßenverkehr.

Northeim. Die B3 im Landkreis Northeim ist für die Polizei ein Problemkind: Immer wieder passieren Unfälle mit Schwerstverletzten oder Toten.

„Junger Raser mit 200 Sachen unterwegs“. „Mann bei Unfall auf B3 schwer verletzt“. Oder: „B3: 18-Jährige fährt frontal gegen Baum und wird schwer verletzt“. Diese Schlagzeilen aus den zurückliegenden Monaten in der HNA weisen auf einen Unfallschwerpunkt im Landkreis Northeim hin: die Bundesstraße 3, die den Kreis von Norden nach Süden durchquert.

Peter Schliep, Sachbearbeiter Verkehr bei der Polizeiinspektion Northeim, spricht von durchschnitlich zehn bis 15 schweren Verkehrsunfällen pro Jahr: „Und das sind nur Unfälle mit Schwerstverletzten oder Toten“. Haupt-Unfallursache sei immer noch zu schnelles Fahren: So wurden auf der B3 in Höhe Angerstein, wo Tempo 80 gilt, nach Schlieps Worten bei einer Kontrollaktion der Northeimer Polizei Autofahrer mit 180 oder 200 km/h gemessen.

Mit der niedersachsenweiten Verkehrssicherheitsinitiative 2020 versucht die Polizei, die Unfallzahlen langfristig zu senken.

Im Landkreis Northeim gehören neben Informationsveranstaltungen und Geschwindigkeitsmessungen auch öffentlichkeitswirksame Aktionen dazu: Aktuell werden an prägnanten Stellen in der Stadt Northeim und entlang der Bundesstraße 3 großflächige Banner aufgehängt - am Freitag über den Trog mitten in der Stadt. Zu sehen sind Kupplungs- und Bremspedal eines Autos, das Gaspedal ist als Kreuz dargestellt.

Schliep: „Uns geht es darum, Menschen vor dem Tod oder schweren Verletzungen zu bewahren. Wenn wir so einen oder zwei schwere Unfälle verhindern können, haben wir schon viel erreicht.“

Dass die Initiative bereits Früchte trägt, beweisen die jüngsten Unfallzahlen. Laut Schliep seien die schweren Unfälle mit Schwerstverletzten oder Toten auf dem niedrigsten Stand seit vielen Jahren. Aber trotzdem bleibe die B 3 ein „Problemkind“.

Von Kathrin Plikat

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