Fußgängerzone Northeim: Kurze Wege in der City

Einbahnstraßen: Auf den gelben Strecken soll in der Probephase jeweils in Pfeilrichtung gefahren werden dürfen.  Grafik: Mönkemeyer

Northeim. Zur geplanten probeweisen Teilöffnung der Northeimer Fußgängerzone gibt es in der Öffentlichkeit nach wie vor eine ganze Reihe von Missverständnissen.

Hier in Form von Fragen und Antworten die wichtigsten Informationen rund um den geplanten Autoverkehr.

Welche Bereiche werden für Autos geöffnet? 

Autos dürfen voraussichtlich ab Herbst (siehe Grafik)

• von der Bahnhofstraße Am Münster vorbei über die Kurze Straße in Richtung Oberer Straße,

• von der Mühlenstraße über den Markt und die Breite Straße Ost in Richtung Schaupenstiel und

• von der Wieterstraße über die Breite Straße Ost zum Schaupenstiel fahren.

Wie schnell darf gefahren werden? 

Wie in einer sogenannten Spielstraße soll dort Schrittgeschwindigkeit gelten. Das heißt, Autos dürfen maximal mit sechs Kilometer pro Stunde unterwegs sein. Das soll ermöglichen, dass sich Fußgänger und Autos die Straßen störungsfrei teilen.

Wird es Kontrollen geben, ob sich die Autofahrer an dieses Tempolimit halten?

Nach den Worten von Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser sollen Geschwindigkeitsmessungen durch die Polizei möglich sein.

Wo werden Parkplätze ausgewiesen? 

Am Münster, in der Kurzen Straße, Am Markt und in der Breiten Straße Ost sollen eine Reihe von Kurzzeitparkplätzen entstehen, wo man sein Auto für 30 Minuten mit der Parkscheibe kostenlos abstellen kann. Der Bürgermeister kündigt an, dass die Einhaltung der Parkdauer dort konsequent kontrolliert werden soll. Wer überzieht, dem droht ein Knöllchen.

Wie soll ermittelt werden, ob die Teilöffnung erfolgreich war? 

Lesen Sie dazu auch: Teilöffnung der Fußgängerzone: Flanieren bald neben Autos

Die Abstimmung findet quasi an den Ladenkassen statt. Stellt sich anhand des Umsatzes und der Kundenfrequenz der Geschäfte heraus, dass der Autoverkehr nicht mehr, sondern weniger Menschen in die Innenstadt bringt, wird die Öffnung nach einem Jahr wieder rückgängig gemacht.

Was verspricht sich die Kaufmannschaft vom Autoverkehr in der Stadt? 

Sie möchte mit der von ihr seit langem geforderten Teilöffnung mehr Kundenfreundlichkeit bieten. Sie soll es ermöglichen, die schnelle Besorgung im Stadtzentrum ohne langen Fußweg machen zu können.

Das bekomme, so argumentiert Doris Ohlmer, die Vorsitzende des Stadtmarketingsvereins, gerade vor dem Hintergrund des wachsenden Anteils älterer Menschen eine immer größere Bedeutung.

Soll die Innenstadt nur für die Kunden attraktiver werden? 

Vordergründig ja. Allerdings hofft der Stadtmarketingverein, dass durch eine Steigerung der Kundenfrequenz der Standort Innenstadt für Geschäfte interessanter wird.

Die Ansiedlung von Filialen von Ladenketten in den Leerständen in der Fußgängerzone scheitere bisher daran, dass die Unternehmen, ausgehend von der aktuellen Kundenfrequenz, sich nicht genügend Umsatz in der Innenstadt versprechen.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.