Bis 2019

In Northeim soll jedes zweite Kind einen Krippenplatz bekommen

Northeim. Bis 2019 soll jedes zweite Kleinkind einen Krippenplatz im Landkreis Northeim erhalten können. Das geht aus der dritten Fortschreibung der Planung der Kindertagesbetreuung im Landkreis Northeim hervor.

Den Plan hat der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Nach Einschätzung der Verwaltung könnte bis dahin eine Versorgungsquote von 47,5 Prozent für die ein bis dreijährigen Kinder erreicht werden. Die Verwaltung: „In diesem Bereich besteht weiter Ausbaubedarf.“

680 Plätze im Jahr 2016

SPD-Sprecherin Christina Münder sagte zu der Entwicklung: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Die Zahl der Krippenplätze sei von 145 im Jahr 2009 auf 680 im Jahr 2016 gestiegen. Das entspreche in diesem Jahr einer Quote von knapp über 37 Prozent.

Ihr Kollege von der CDU, Rudolf Hermes, sagte, es sei wichtig, dass es bislang zu keinen Klagen wegen des gesetzlich verankerten Anspruchs auf einen Betreuungsplatz gekommen sei. Gut sei, dass auch in ausreichendem Maße Kindertagesmütter vorhanden seien. Landrätin Astrid Klinkert-Kittel sagte, nach einer aktuellen Nachfrage gebe es akuten Bedarf in Dassel (7 Krippenplätze), Hardegsen (6), Nörten-Hardenberg (3 und zusätzlich 4 Kitaplätze) sowie Uslar (7/18). Northeim habe nicht gemeldet. Keinen akuten Fehlbedarf hätten Bad Gandersheim, Bodenfelde, Einbeck, Katlenburg-Lindau und Moringen. Erheblich besser sieht die Versorgung mit Kitaplätzen für die Dreijährigen und Älteren aus. In diesem Bereich wird 2017 mit einem Versorgungsgrad von 99,4 Prozent gerechnet. Zwei Jahre später könnte es nach der Prognose der Verwaltung sogar zu einer Überversorgung mit 104,1 Prozent kommen.

Unterschiedliche Betreuungsquote

Die Betreuungsquote in den Kitas sieht allerdings sehr unterschiedlich aus: Während sie in Nörten-Hardenberg beispielsweise bei 100 Prozent liegt, so die Verwaltung, liegt Schlusslicht Moringen gerade mal bei 76,4 Prozent. (zhp)

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