Ziel: Ein Netz der Hilfe zur Integration von Migranten und Flüchtlingen

Das ist schon da: Marianne Olliges (Jugendzentrum Northeim) und Yvonne Mascioni (Café Dialog Werk-statt-Schule) erläutern, was es zum Beispiel in Northeim an Hilfen für Migranten gibt.

Northeim. Angebote zur Unterstützung von Migranten oder Flüchtlingen gibt es in vielen Städten und Gemeinden im Kreis Northeim. Sie zusammenzutragen, ihre Angebote aufzulisten und ihre Arbeit miteinander zu vernetzen, das haben sich die Akteure des Runden Tisches Integration Northeim zum Ziel gesetzt.

Zum ersten Vernetzungstreffen waren am Dienstagabend 30 Ehrenamtliche und Fachkräfte aus sechs Gemeinden sowie von der Kreisverwaltung gekommen.

Unter der Moderation von Yvonne Mascioni vom Cafe Dialog der Northeimer Werk-statt-Schule und Sabine Schneider von der Deutschen Angestellten Akademie Northeim – beide Einrichtungen bieten Kurse für Migranten an – wurden zunächst alle bestehenden Angebote auf Zetteln an Stelltafeln gesammelt.

Dabei wurde deutlich, dass es in vielen Kommunen bereits jetzt schon Anlaufstellen und Beratungsmöglichkeiten für Migranten gibt, sei es in Familienzentren wie in Uslar, sei es von den Kirchen oder auch von Bildungsträgern wie in Northeim. Dort arbeiten Ehrenamtliche und zum Teil Hauptamtliche zusammen.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch Engpässe bei der Wohnungssuche und bei der Erstorientierung für Flüchtlinge. Auch das wurde beim kreisweiten Treffen deutlich. So sei zum Beispiel die Kostenübernahme für Dolmetscherdienste und zum Teil auch von Sprachkursen nicht geklärt, hieß es aus den Reihen der Helfer.

Neu: Koordinierungsstelle

Berichteten von ihren Erfahrungen vor Ort: Die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Teilnehmer der ersten Tagung zur Bildung eines kreisweiten Netzwerks „Migration/Integration“ mit Hilfen für Migranten und Flüchtlinge. Ganz links die neue Leiterin der Koordinierungsstelle Integration bei der Kreisverwaltung Kathrin Bäumler. Fotos: Gödecke

Unter großem Beifall der Teilnehmer stellte die Fachbereichsleiterin Soziales beim Landkreis, Sabine Nienhüser, die Leiterin der beim Landkreis ganz neu eingerichteten Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe vor: Diplom-Sozialpädagogin Katrin Bäumler tritt zum 1. Oktober ihren Dienst an. Die Einrichtung dieser Stelle sei ein großer Erfolg für den Runden Tisch, sagte Yvonne Mascioni.

Die auf Zetteln gesammelten Angebote für Migranten und Flüchtlinge sollen jetzt in einer Broschüre zusammengestellt und um Angebote in Gemeinden, die an dem Abend nicht vertreten waren ergänzt werden.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen der Interkulturellen Woche mit Unterstützung der Koordinierungsstelle des Lokalen Aktionsplans (LAP) „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“ des Landkreises ausgerichtet. Diese übernahm die Raummiete und sponserte die Verpflegungskosten für die Tagungsteilnehmer. (goe)

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