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BBS 2 Northeim will Ausbildungsstützpunkt für 3-D-Druck werden

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Von: Hans-Peter Niesen

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Im Konstruktionsgespräch vor dem Laptop: Von links die drei Fachoberschüler Tim Schneidenbach, Maxim Klijn und Janis Sattler.
Im Konstruktionsgespräch vor dem Laptop: Von links die drei Fachoberschüler Tim Schneidenbach, Maxim Klijn und Janis Sattler. © Hans-Peter Niesen

Die Berufsbildenden Schulen (BBS) 2 in Northeim wollen das „Zentrum für 3-D-Druck in Südniedersachsen“ für junge Menschen werden, deren Berufswunsch Ingenieur ist oder die in Berufen tätig sein wollen, in denen diese Technik eingesetzt wird.

Northeim - Grundstock dafür sind 13 neue 3-D-Drucker, die die BBS jetzt der Öffentlichkeit vorstellte. Modern ist die BBS 2 jetzt zwar bei den 3-D-Druckern aufgestellt, „schwach auf der Brust“ ist sie aber bei der PC-Ausstattung: Die Rechner sind so überaltert, dass sie mit modernen CAD-Konstruktionsprogrammen überfordert sind. Zudem verfügen die alten PC-Bildschirme über keine HDMI-Anschlüsse und sind nicht hochkant nutzbar. Der Schuldezernent soll sich jetzt um eine moderne Ausstattung kümmern.

Um trotzdem arbeiten zu können, behilft sich die Schule laut Lehrer Robert Henning, der als Luft- und Raumfahrtingenieur ausgebildet ist, augenblicklich noch mit Privat-Laptops der zu 95 Prozent männlichen Schüler im Technikbereich. „Wir bräuchten 23 CAD-Stationen“, nennt Henning auch gleich eine Hausnummer. Er schätzt die Kosten dafür auf 60 000 Euro. Bei diesem Wunsch habe er auch sozial schwächere Schüler im Blick, die über keine eigene Computerausstattung verfügen. „Wir haben nur vier bis sechs Leihgeräte.“

Im Mai bietet die Schule erstmals eine landesweite Schulung für Lehrkräfte in diesem Bereich an. Die Teilnehmer muss Henning ebenfalls bitten, sich die Programme auf die Privat-Laptops zu spielen. IPads, die die öffentliche Hand zur Verfügung gestellt hat, sind dafür nicht leistungsstark genug.

Hennigs Kollege Thomas Pielka, von Haus aus Maschinenbau-Ingenieur, ist unterdessen glücklich über die neuen 3-D-Drucker. „Die Schüler sind viel motivierter“, freut er sich über das große Engagement seiner Schützlinge. Sie haben auf ihren Laptops inzwischen Etliches konstruiert und ausgedruckt, so beispielsweise eine graue Mercedes-G-Klasse mit übergroßen Rädern.

Finanziert wurden die 13 000 Euro teuren 3-D-Drucker vom Landkreis und dem Landesprojekt „Additive Fertigung 3-D-Druck in der Schule“. Eingesetzt werden die Drucker in der Fachoberschule Technik, der einjährigen Berufsfachschule Fertigungstechnik und bei den angehenden Bauzeichnern. (zhp)

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