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Banküberfall auf KSN in Höckelheim: zwei Männer stehen vor Gericht

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Von: Heidi Niemann

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Tatort: Die Sparkassenfiliale in Höckelheim wurde anschließend geschlossen. Archiv
Tatort: Die Sparkassenfiliale in Höckelheim wurde anschließend geschlossen. © Hubert Jelinek/Archiv

Der Banküberfall auf die Höckelheimer Filiale der Kreis-Sparkasse Northeim bekommt jetzt ein gerichtliches Nachspiel.

Höckelheim - Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat einen 19-Jährigen aus dem Kreis Hildesheim und einen 22-Jährigen aus Göttingen wegen schwerer räuberischer Erpressung angeklagt. Der Prozess soll vor der Jugendkammer des Landgerichts stattfinden, teilte Sprecher Andreas Buick mit.

Der Überfall hatte sich am 12. Januar ereignet. Gegen 10 Uhr hatten zwei Männer mit FFP2-Masken die Filiale betreten. Laut Anklage soll der 22-Jährige eine Schusswaffe durch die Durchreiche der Panzerglasscheibe gehalten und eine Mitarbeiterin aufgefordert haben, alle 50-Euro-Scheine herauszugeben. Dann habe er die Herausgabe der 200-Euro-Scheine gefordert. Beide Männer flüchteten mit knapp 12 500 Euro. Die Polizei hatte mit einem Großaufgebot auch im Bereich der ehemaligen Northeimer Zuckerfabrik gefahndet.

Anfang März wurden die beiden Männer festgenommen. Eine Zeugin soll auf veröffentlichten Fotos der Überwachungskameras die beiden mutmaßlichen Täter erkannt haben. Damals hieß es, dass es einen Zusammenhang zu zwei weiteren Banküberfällen in Sudheim und in Peine geben könnte. Beide Taten tauchen in der Anklage aber nicht auf, hier dauern die Ermittlungen an.

Der Überfall in Sudheim fand rund einen Monat nach dem in Höckelheim statt. Ein Unbekannter hatte einen Mitarbeiter mit einer Schusswaffe bedroht und eine vierstellige Summe erbeutet. Zwei Wochen später versuchte ein Unbekannter, unter Vorhalt einer Schusswaffe eine Sparkassenfiliale in Peine auszurauben. Die Polizei hatte Kontakt zu den Northeimer Ermittlern aufgenommen, weil es Parallelen zu den Taten bei Northeim gab.

Einen Tag nach der Tat in Peine erließ das Amtsgericht Göttingen Haftbefehle gegen die Verdächtigen. Zwei Tage später nahmen Einsatzkräfte den heute 22 Jahre alten Göttinger auf der A 7 bei Lutterberg fest, am Folgetag klickten in einer Wohnung in Hildesheim bei dem 19-Jährigen Handschellen. Beide kamen in U-Haft, der 22-Jährige sitzt in Rosdorf, der 19-Jährige in der Jugendanstalt Hameln. Dort sollen sie sich auch kennengelernt haben: Beide haben bereits in Hameln Jugendstrafen verbüßt.   (pid)

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