Zweites Asphaltwerk für Autobahnbau in Northeim geplant

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Altes Asphaltwerk: Diese Anlage am Northeimer Sülteweg wird derzeit modernisiert.

Northeim. Auf dem Betriebsgelände des Kiesabbaubetriebs Oppermann im Bereich Weißer Budenweg soll ein neues Asphaltmischwerk entstehen.

Das wurde in der jüngsten Sitzung des Northeimer Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt bekannt.

Auf Anfrage von Ausschussmitglied Helga Jäger (CDU) bestätigte die Verwaltung, dass ein Investor den Bau einer Anlage plane, in der der Asphalt für den Ausbau der Autobahn produziert werden soll. Vorgesehen sei, das Werk nur für die Dauer der Autobahnerweiterung zu betreiben.

Da die Genehmigung einer solchen Anlage außerhalb der Ortslage im Rahmen eines sogenannten Vereinfachten Verfahrens vom Gewerbeaufsichtsamt Göttingen erfolgen kann, wurden die politischen Gremien der Stadt Northeim bislang nicht in die Planungen eingebunden und informiert.

Laut Vize-Verwaltungschef und Kämmerer Jörg Dodenhöft soll das aber demnächst geschehen, nachdem es in der Ausschusssitzung Kritik an der Vorgehensweise gegeben hatte. Eckhard Ilsemann (FDP) hatte im Ausschuss darauf hingewiesen, dass bereits bei der Diskussion um das Müllverbrennungswerk vereinbart worden sei, Planungen für Anlagen dieser Art in den poltischen Gremien zu behandeln, auch wenn das rechtlich nicht notwendig sei.

In dem Genehmigungsverfahren sei die Stadt nur insofern eingebunden, als dass der Bürgermeister im Rahmen seiner allgemeinen Verwaltungstätigkeit das Einvernehmen der Stadt erklären müsse, erläuterte Dodenhöft. Er selbst sei von den Rathaus-Mitarbeitern, die bislang an der Bearbeitung des Vorgangs beteiligt waren, nicht über die geplante Anlage informiert worden.

Das Genehmigungsverfahren sei noch nicht beendet, sagte Dagmar Schomaker, Leiterin des Gewerbeaufsichtsamts Göttingen. Dabei seien sowohl der Landkreis als auch die Stadt Northeim eingebunden. Einwände gebe es bislang nicht.

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