A7 bei Northeim: Privatisierter Ausbau startet im Frühjahr

Wird ausgebaut: Die Autobahn 7 zwischen Seesen und Nörten-Hardenberg in Richtung Kassel und auch Hannover. Foto: Mennecke

Echte / Northeim. Im Frühjahr 2017 soll der sechsspurige Ausbau der Autobahn 7 zwischen Seesen und Nörten-Hardenberg starten.

Das teilt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover auf HNA-Anfrage mit. Ursprünglich war der Baustart für 2016 geplant.

Wann genau der Ausbau des Teilstücks von Seesen im Norden bis Nörten im Süden beginnt, sei erst Anfang 2017 klar. Allerdings sei das Frühjahr als Zeitfenster vorgesehen.

In Fahrtrichtung Süden bereits dreispurig ist der Abschnitt von Echte bis kurz vor Northeim sowie vom Kiessee bis Höhe Nörten. In Richtung Norden ist der Bereich Northeim-Nord bis kurz vor Echte dreispurig.

Der Abschnitt zwischen Bockenem und Göttingen, in dessen Bereich sich auch die künftige Baustelle befindet, werde voraussichtlich im ersten Quartal 2017 an einen Auftragnehmer vergeben, heißt es aus Hannover. „Der Auftragnehmer übernimmt neben dem Ausbau auf sechs Fahrspuren auch die Erhaltung und den Betrieb des gesamten Autobahnabschnitts für 30 Jahre“, sagt Sprecherin Heike Haltermann. Gleichwohl verbleibe die Verantwortung für die Autobahn und den Verkehr beim Bund.

Während im Raum Kassel das Land Hessen eine Erweiterung der A 7 auf zehn Fahrspuren bis 2030 angemeldet hat, sei ein achtspuriger Ausbau in Südniedersachsen nicht vorgesehen. Das geht aus dem neuen Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) hervor, der jetzt von der Bundesregierung verabschiedet wurde.

Während das allgemeine Verkehrsaufkommen laut BVWP im Kreis Northeim bis 2030 um bis zu zehn Prozent sinkt, wächst insbesondere auf den Autobahnen das Verkehrsaufkommen. Laut Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur werden knapp fünf Prozent mehr Fahrten mit Autos unternommen, die Zahl der Güterverkehrstransporte steigt um 18 Prozent.

Unklare Zukunft der Autobahnmeisterei

Trotz der Privatisierung des A7-Teilstückes in Form einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP) gebe es keine betriebsbedingten Kündigungen bei der zuständigen Autobahnmeisterei in Seesen, sagt Heike Haltermann, Sprecherin des Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Ob die Autobahnmeisterei in Seesen aufgelöst wird oder, wenn auch in kleinerer Form bestehen bleibt, ist noch vollkommen offen, sagt Sebastian Post, Leiter Fachbereich Bau des Geschäftsbereiches Bad Gandersheim. Bis zum Abschluss der Vertragsverhandlungen in Hannover ändere sich erstmal nichts. „Alles andere ist allerdings noch unklar“, sagt Post.

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