2010 brachte erstmals seit 17 Jahren einen ausgeglichenen Etat

Northeim hat wieder ein Plus in der Kasse

Northeim. Viele hatten die Hoffnung schon aufgegeben, dass die Stadt Northeim jemals wieder in der Lage sein wird, ihren Haushalt auszugleichen.

Jetzt ist es doch so weit. Der Jahresabschluss 2010 erbrachte laut Kämmerei fast den Ausgleich. Es fehlten lediglich 25.000 Euro. Fürs laufende Jahr erwartet die Verwaltung sogar ein Plus von 1,6 Millionen Euro.

So gut wie derzeit sah die finanzielle Lage der Stadt schon seit 17 Jahren nicht mehr aus. 1994 hatte Northeim letztmalig einen ausgeglichenen Etat vorzuweisen. In den Folgejahren wurden nur noch Defizite eingefahren.

Die erfreuliche Entwicklung sei zum einen auf den rigiden Sparkurs der Stadt bedingt durch den 2010 nicht genehmigten Etat zurückzuführen, sagte Northeims Bürgermeister Harald Kühle im Finanzausschuss. Eine noch größere Rolle hätten jedoch die wieder gestiegenen Gewerbesteuereinnahmen gespielt. Mit 10,1 Millionen Euro habe die Stadt fast vier Millionen mehr eingenommen als gedacht.

Auch dieses Jahr sprudelt die Gewerbesteuer noch. Nach aktueller Berechnung werden zwei Millionen Euro mehr hereinkommen, als zum Jahresanfang geplant. Insgesamt rechnet die Stadt mit 8,4 Millionen Euro. Hinzu kommt eine Bedarfszuweisung des Landes von 2,5 Millionen Euro, die als Einnahme verbucht werden kann, weil die Stadt die Sparvorgaben des Landes erfüllt.

Der voraussichtliche Überschuss von 1,6 Millionen Euro in diesem Jahr kann nach Angaben von Kämmerer Jörg Dodenhöft allerdings nicht einfach für neue Ausgaben verplant werden, sondern müsse für den Abbau der aufgelaufenen Defizite verwendet werden. Davon hat die Stadt noch mehr als genug, auch wenn das Land nach der vom Rat beschlossenen Unterzeichnung des Zukunftsvetrags zwischen der Stadt und dem Land, bald rund 40 Millionen Euro davon tilgen wird. Es bleibt dann immer noch ein aufgestauter Restfehlbetrag von 25 Millionen Euro, der nach und nach abgebaut werden muss. (goe) 

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