Ausschuss für Verlängerung der Konzession mit Firma Weihrauch

Northeim will Stadtbus für Zukunft sichern

Die Stadtbusse in Northeim werden gut genutzt. Trotzdem zahlt die Stadt dem Unternehmen jährlich 200.000 Euro als Verlustausgleich dazu. Foto: Schwekendiek

Northeim. Die Mitglieder des Northeimer Stadtrats sind mit dem Stadtbusverkehr in der Kreisstadt im Großen und Ganzen zufrieden. Deshalb soll die Firma Weihrauch-Uhlendorff, die den Stadtbusverkehr im Auftrag der Stadt seit Jahrzehnten betreibt, dies auch über das Jahr 2017 hin-aus tun. Das hat der Verkehrsausschuss der Stadt einstimmig empfohlen.

Der Rat solle die Stadtverwaltung beauftragen, gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Südniedersachsen die Vorbereitungen für eine so genannte Direktvergabe zu treffen. Die jetzige Ausgestaltung des Netzes soll dabei als Mindeststandard gelten.

Hintergrund: Der Konzessionsvertrag für das Stadtbusnetz mit der Firma Weihrauch läuft Ende Juli 2017 aus. Neue Richtlinien der Europäischen Union erlauben es Kommunen, ihre Stadtverkehrsnetze nicht öffentlich ausschreiben zu müssen. Und zwar dann, wenn sie es quasi selbst betreiben und finanzieren.

Die Stadt Northeim zahlt dem Stadtbusbetreiber Weihrauch-Uhlendorf für die zu erbringende Leistung jährlich 200 000 Euro als Ausgleich entstehender Verluste. Im vorigen Jahr wurde der Betrag um 100 000 Euro angehoben.

Firmenchef Horst Weihrauch machte deutlich, dass der Stadtbetrag gerade ausreiche, um die Verluste abzudecken. „Der Stadtbusbetrieb ist für uns damit eine Nullnummer.“ Allerdings könnten seine Firma und auch die Stadt trotzdem stolz sein. „Ein eigener Stadtverkehr für eine Stadt dieser Größenordnung ist wohl einmalig im Land“, sagte er.

Klinik-Anbindung

Die Ausschussmitglieder regten trotzdem für die Zukunft Verbesserungen an. Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser wünschte sich dringend, dass Stadtbusse auch sonntags die neue Heliosklinik anfahren. Ausschussmitglied Burkhard Ernst mahnte, die Anbindung der Norddörfer (Imbshausen, Denkershausen) ans Stadtbusnetz für die nächsten Jahre nicht aus den Augen zu verlieren. (goe)

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