Neue Stellplätze geplant

Northeim will Wohnmobile in die City ziehen

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Auf dem Parkplatz Alte Brauerei an der Northeimer Innenstadt könnte im hinteren Bereich ein Teil für Wohnmobile abgetrennt werden, so ein Gedankenspiel der Stadtverwaltung.

Die Stadt Northeim möchte mehr Touristen, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind, in ihre Innenstadt locken.

Innenstadtnahe, neue Wohnmobil-Plätze sollen dafür die Grundlage bilden. Das gab Bürgermeister Simon Hartmann bekannt.

Das Bauamt habe den Prüfauftrag für die Realisierung von zwei zusätzlichen Wohnmobilplätzen bekommen, und zwar für Teilbereiche auf dem Parkplatz Alte Brauerei und auf dem Parkplatz am Hallenbad an der Ahrentsschildtstraße.

Bei der Prüfung, so Hartmann sollen neben baulichen Fragen auch Fördermöglichkeiten zum Beispiel über das Stadtsanierungsprogramm erkundet werden. Der Bürgermeister: „Das wäre ja auch eine Aufwertung der Innenstadt.“

Beide Plätze sollten auch mit Versorgungssäulen ausgestattet sein, um den Wohnmobilisten auch Qualität bieten zu können.

Die Geschäftsführerin der Northeim-Touristik, Helvi Ritter, begrüßt die Vorschläge des Verwaltungschefs: „Der Wohnmobil-Tourismus boomt seit Jahren.“. Zwar gebe es speziell für Northeim dazu keine Untersuchung, aber man habe Kontakt zu Wohnmobilisten in der Geschäftsstelle der Northeim-Touristik. „Nach unserer Wahrnehmung werden es immer mehr.“ Das betreffe auch die Anfragen nach Wohnmobilplätzen.

Die Rückmeldung über die Qualität der bisherigen Wohnmobil-Stellplätze in Northeim, sprich die am Nordhafen des Großen Freizeitsees und die auf dem Supermarkt-Parkplatz In der Fluth seien zudem überwiegend negativ, sodass neue, zusätzliche Plätze toll wären.

Bei den bisherigen Plätzen werde vor allem der Lärmpegel durch den Verkehr von der Autobahn beziehungsweise von der Osttangente bemängelt. Ruhige, innenstadtnahe Plätze mit Versorgungssäulen? Damit ließe sich künftig auch trefflich werben, so Ritter weiter.

Helvi RitterGeschäftsführerin der Northeim-Touristik

Fest steht aber, dass auch bislang schon ein Großteil Tagestouristen aus dem Kreis der Wohnmobilisten stammt. Laut Stadt-Pressesprecher Marcos Prieto hat die Stadt über die Übernachtungsgebühr aus den Automaten am kostenpflichtigen Stellplatz am Freizeitseeufer im vorigen Jahr 5643 Euro eingenommen. Da die Übernachtungsgebühr sechs Euro pro Mobil beträgt, kommt man auf 940 Nutzungen, wobei bei in der Stellplatzmiete von sechs Euro auch zwei Personen inkludiert sind. Viele von diesen Besuchern, dürften einen Abstecher in die Stadt gemacht haben. Über die Belegung der Stellflächen auf dem Parkplatz In der Fluth gebe es leider keine Zahlen.

Generell steuerten Wohnmobilisten gern Innenstädte an, und das möglichst nah dran am Zentrum, betont die Northeimer Touristikchefin. Händler und Dienstleister würden davon stark profitieren, denn es handele sich um ein Klientel überwiegend aus der Generation 50plus, das durchaus zahlungskräftig sei. Ritter: „Wenn die Leute ihre Gefährte verlassen, gehen sie shoppen und auch einen Kaffee trinken, da bleibt in der Stadt Einiges hängen.“

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