In Northeim wird immer mehr gebaut

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Northeim. Der Bauboom hält an: Bis Ende 2015 sind zum Beispiel im Bereich der Stadt Northeim so viele Wohnungen fertig gestellt worden wie seit fünf Jahren nicht mehr. Der Einbruch durch die Finanzkrise mit Tiefständen in 2009/10 scheint überwunden.

Die Zahl der Neubauten für Wohnzwecke in der Stadt Northeim stieg im Vergleich zum Vorjahr von 26 auf 34 und damit um 31 Prozent. Auch in anderen Teilen der Region stieg die Zahl der Neubauten in 2015 noch einmal an. In Einbeck gab es 27 Prozent mehr (2014: 11/2015: 14).

In Uslar wurden sogar 1100 Prozent mehr Wohnungen als im Vorjahr gebaut: Hier stieg die Zahl allerdings fast aus dem Nichts heraus, denn 2014 gab es nur einen Neubau, 2015 waren es aber immerhin zwölf.

Die Entwicklung bleibt positiv: Die bereits vorliegenden Zahlen zum Wohnungsbau aus dem ersten Halbjahr 2016 weisen auf weiteres Wachstum der Wohnungsbauzahlen im Kreis Northeim und auch im Raum Göttingen hin.

Trotzdem kann von Entspannung auf dem Wohnungsmarkt gerade in Ballungsgebieten wie zum Beispiel Göttingen noch längst nicht die Rede sein. Während im Oberzentrum zu wenig Bauplätze gegenüber der Nachfrage vorhanden sind, kommt es in den ländlicheren Regionen, insbesondere in Dörfern, zunehmend zu Leerständen. Das ergeben die jüngsten Auswertungen des Landesamts für Statistik Niedersachsen.

In Göttingen bekommen besonders Studenten den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu spüren. Zwar wurden erst kürzlich Pläne für ein neues Wohnheim im Nordbereich des Campus für 200 Bewohner vorgestellt, kompensieren kann dies die steigende Zahl Studierender aber nur bedingt.

Um den Wohnungsbau bedarfsgerecht zu gestalten, sei ein Bündel von Reformen nötig, sagt Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Es brauche mehr Bauland, mehr sozialen Wohnungsbau, höhere Investitionszulagen oder weniger strenge Energieauflagen, so Köhler. (mad/zds)

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