Northeimer Freibäder legen bei Besucherzahlen zu

Mehr Gäste im Bergbad – Rückgänge im Burgbad

Im Hardegser Burgbad besteht noch ein paar Tage die Möglichkeit zu schwimmen: (von links) Schwimmmeister Sascha Weidhüner mit Badegästen Fritz Seela und Ursula Bredenberg.
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Im Hardegser Burgbad besteht noch ein paar Tage die Möglichkeit zu schwimmen: (von links) Schwimmmeister Sascha Weidhüner mit Badegästen Fritz Seela und Ilke Bredenberg.

Der schlechte Sommer und die geltenden Coronaregeln haben für stagnierende oder sinkende Badegästezahlen in den meisten Schwimmbädern im Landkreis Northeim gesorgt, das ergab eine Umfrage bei den Badbetreibern.

Landkreis Northeim – Ausnahme: das Northeimer Bergbad und das Sudheimer Freibad, die nun von der Northeimer Sport und Freizeit GmbH betrieben werden. Hier konnten die Vorjahresbesucherzahlen deutlich gesteigert werden.

Bergbad und Sudheimer Freibad

Besuchten im vergangenen Jahr nur 3433 Badegäste das Bergbad, waren es in dieser Saison 6354, in Sudheim 3664 (2020) und 5219 (2021). Pressesprecher Lars von Minden erklärt den Anstieg damit, dass man im vergangenen Jahr Eintrittskarten nur online verkauft habe, in diesem Jahr aber auch wieder eine Handkasse eingeführt hätte. Außerdem sei man bereits am 2. Juni als erster Betreiber im Landkreis mit dem Badebetrieb gestartet. Dennoch an die Besucherzahlen vor Corona, sei man noch lange nicht wieder herangekommen.

Moringer Flaakebad

Im Moringer Flaakebad konnten nur 136 zahlende Gäste mehr als 2020 verbucht werden, insgesamt 9465. 2319 Kinder nutzten das Freibad und konnten sich über einen reduzierten Eintrittspreis freuen, denn der Förderverein bezuschusste jede Eintrittskarte mit 50 Cent. Zudem absolvierten laut Stadtverwaltung rund 500 Kinder einen Schwimmkurs, und auch die örtlichen Schulen sowie vier Vereine nutzen das Flaakebad, das 2022 für rund 1,9 Millionen Euro saniert werden soll.

Hardegser Burgbad

Noch nicht abgelaufen ist die Badesaison im Hardegser Burgbad. Es wird am 12. September, bei weiter sommerlichem Wetter sogar gegebenenfalls bis 15. September geöffnet. Allerdings zeigen die Zahlen (Stand 7. September), dass man nicht an das Vorjahr anknüpfen kann. 14 274 Gäste waren es 2020, in diesem Jahr sind es erst 11 844. Bürgermeister Michael Kaiser macht das Wetter und die Coronaauflagen für den Rückgang verantwortlich. Highlights waren in diesem Sommer laut Kaiser ein Open-Air-Kino und eine Poolparty. Er hofft, dass ab 8. Mai 2022 der Badebetrieb wieder ohne Auflagen erfolgen kann.

Nicht nur das Flaakebad in Moringen auch das Burgbad in Hardegsen soll saniert werden. Laut Bürgermeister Michael Kaiser soll es zum barrierefreien und klimafreundlichen Sportbad umgebaut werden. Rund 2,8 Millionen Euro sind für die Maßnahme vorgesehen, ein Zuschuss von rund 2,3 Millionen Euro vom Bund wird dafür erwartet. Da der Förderbescheid noch nicht vorliege, würden 2022 wohl lediglich die Planungsarbeiten ausgeschrieben und begonnen werden können. Mit dem Start der Baumaßnahme sei erst nach der Saison 2023 zu rechnen, so Kaiser.

Waldschwimmbad Düderode

Im Waldschwimmbad in Düderode ist heute, 10. September, Abschwimmen bei freiem Eintritt. Ohne Coronabeschränkungen haben laut Gemeindeverwaltung pro Saison durchschnittlich 22 500 Gäste das Freibad aufgesucht. 2020 waren es 10 843 und 2021 nur rund 9000.

Man hoffe, dass die nächste Freibadsaison wieder normal, ohne größere Coronaeinschränkungen beschritten werden könne, heißt es aus Düderode. Größere Baumaßnahmen seien für das kommende Jahr nicht vorgesehen, lediglich die üblichen Unterhaltungsmaßnahme.

Freibad Bodenfelde

Das Freibad in Bodenfelde hat am 5. September seine Pforten für diese Saison geschlossen. 5580 Badbesucher nutzten das Angebot, teilt Bürgermeister Mirko von Pietrowski mit. Im Vorjahr war das Freibad komplett wegen der Corona-Pandemie geschlossen, sodass Vergleichszahlen fehlen.

In der Freibadsaison 2021 habe man die 2019 neu installierte Solarabsorberanlage in Betrieb genommen, um das Schwimmbadwasser ökologisch-klimaneutral zu erwärmen, sagt von Pietrowski. Die Wassertemperatur habe deswegen überwiegend über 20 Grad gelegen.

Bereits in Vorbereitung zur Freibadsaison 2022 finden aktuell Erd- und Leitungsarbeiten im Bereich des Sprungturms statt, um undichten Stellen an den Leitungen vorzubeugen, so der Bürgermeister. (Von Rosemarie Gerhardy)

Im Juni war am meisten los in den Freibädern

Der besucherstärkste Tag war im Hardegser Burgbad der Mittwoch, 16. Juni, mit 697 Badegästen. Das Waldschwimmbad Düderode konnte am Sonntag, 20. Juni, 532 Besucher verzeichnen. Auch in Bodenfelde war an diesem Tag am meisten los, mit der zugelassenen Höchstzahl von 400 Badegästen. Am 27. Juni waren 364 Badegäste in den beiden Northeimer Schwimmbäder und damit der beliebteste Tag. Das Moringer Flaakebad hatte am 8. August 409 Besucher. (rom)

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