Northeimer Etat 2015: Außer Hallen-Wiederaufbau kaum Investitionen

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Wird wieder aufgebaut: Die abgebrannte Mehrzweckhalle in Höckelheim (hier beim Abriss). Dafür zahlt die Verweicherung 1,5 Millionen Euro.

Northeim. Der Haushaltsentwurf der Stadt Northeim für 2015 schließt zwar in Einnahmen und Ausgaben mit 44 Millionen Euro ausgeglichen ab, weist aber so wenig Investitionen auf wie seit Jahren nicht. Das war das Fazit von Northeims Stadtkämmerer Jörg Dodenhöft bei der Einbringung des Etatentwurfs im Stadtrat.

Das Zahlenwerk wurde ohne Diskussion zur Kenntnis genommen. Jetzt folgen die Beratungen in den Fachausschüssen.

Im Gegensatz zu 2011 und 2012, in denen die Stadthaushalte dicke Überschüsse (2012: 1,1 Millionen plus 40,9 Millionen Euro Entschuldungshilfe des Landes, 2012: 4,1 Millionen Euro) auswiesen, werde 2015 erstmals wieder kein Überschuss zu erwirtschaften sein, sagte der Kämmerer.

Wiederaufbau der Halle

Der Etat so sei knapp kalkuliert, dass bis auf den durch die Versicherung bezahlten Wiederaufbau der abgebrannten Mehrzweckhalle Höckelheim (1,5 Millionen Euro), kaum andere Investitionen eingeplant werden konnten.

Investitionsanmeldungen in Höhe von über zwei Mio. Euro hätten nicht berücksichtigt werden können. Auch gebe es massive Kürzungen bei der Bau- und Straßenunterhaltung, um den Etat auszugleichen und die festgelegte Mindest-Nettotilgung von 500 000 Euro leisten zu können.

An nennenswerten Investitionen seien außer der Halle Höckelheim nur der Bau einer Brücke in Hollenstedt (208.000 Euro), der Kauf eines Tanklöschfahrzeugs für die Ortswehr Höckelheim (265.000 Euro), eines Kommandowagens für die Northeimer Wehr (45.000 Euro) sowie der weitere Umbau der Schwerpunktschule Inklusion am Sultmer (80.000 Euro) vorgesehen.

Ziel noch nicht erreicht

Das Ziel, die freiwilligen Leistungen auf drei Prozent der Gesamtausgaben zu drücken, wie es im Zukunftsvertrag festgelegt sei, werde mit dem neuen Haushalt immer noch nicht erreicht, fuhr Dodenhöft fort. Auch könne das aufgelaufene Haushaltsdefizit aus Vorjahren 2015 nicht weiter abgebaut werden. (goe)

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