Vermeintlich giftiger Schaumstoff

Northeimer Firma Breckle stoppt den Rückruf von Matratzen

ILLUSTRATION - Eine Frau packt 22.08.2017 in einem Fachgeschäft für Matratzen in Berlin eine neue Matratze aus der Verpackungsfolie aus. Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt am 23.08. in Karlsruhe über das Widerrufsrecht von Verbrauchern beim Matratzen-Kauf im Internet. Der Kläger wollte eine Matratze nach ein paar Tagen wieder zurückgeben. Da er die Schutzfolie bereits entfernt hatte, verweigerte der Online-Shop dem Mann jedoch den Widerruf. (zu dpa "BGH verhandelt über Widerrufsrecht beim Matratzen-Kauf im Internet" vom 23.08.2017) Foto: Wolfgang Kumm/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
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Northeim. Nur einen Tag nachdem Matratzenfabrikant Breckle über das soziale Netzwerk Facebook eine Rückruf-Aktion für einige seiner Produkte gestartet hatte, gab der Herstellter wieder Entwarnung.

„Wir haben den Rückruf bereits gestoppt“, hieß es am Freitag aus der Geschäftsführung auf Nachfrage der HNA.

Grund für den öffentlichen Rückruf war ein Produktionsfehler bei Zulieferer BASF, der eine deutlich erhöhte Konzentration des Stoffes Dichlorbenzol (DCB) in dem von ihm produzierten Spezialkunststoff TDI festgestellt hatte. Dieser Kunststoff wird zu einem großen Teil in der Möbelindustrie, unter anderem für die Herstellung elastischer Schäume für Matratzen und Polsterungen, eingesetzt. DCB könne Haut, Atemwege und Augen reizen und stehe unter dem Verdacht Krebs zu verursachen, teilte BASF in einer Pressemitteilung mit.

„Durch die Auslieferung kontaminierter Rohstoffe durch die BASF AG, sehen wir uns leider gezwungen, die betroffenen Artikel aus dem Verkehr zu ziehen. Seitens BASF wird leider versucht, den Zwischenfall herunterzuspielen (Waren sollen im Handel / beim Endverbraucher bleiben, bis eine eventuelle Gefährdung nachgewiesen ist“, war am Donnerstag bei Breckle auf der Facebook-Seite zu lesen.

Bereits einige Stunden später meldete Breckle Entwarnung. „Die Matratzen/Boxspringbetten sind anscheinend nicht kontaminiert. Eine genaue Stellungnahme erfolgt morgen.“ Am Freitagvormittag lagen dem Northeimer Unternehmen dann Studien vor, die offenbar belegten, dass eine weitere Nutzung der Produkte unbedenklich zu sein scheint.

Laut Breckle waren von dem Rückruf zunächst nur Produkte betroffen, die zwischen dem 19. September und dem 12. Oktober im Handel gekauft wurden.

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