Korporationen werden Abteilungen der Bürgerschützengesellschaft – oberstes Ziel: erhalt der Immobilien

Die Schützen-Fusion ist perfekt

Sind Fusionspartner: Holger Schröder (Jäger-Corps), Dr. Kurt Hennemuth (Schützenverein von 1910), Sigrid Diezemann (Damenschützenverein von 1964), Hans-Bernhard Heynold (BSG-Präsident), Birgitt Waßmann (VfF-Damen), Walter Bühnemann und Bodo Engelhardt (beide VfF) waren beim Notar dabei. Nicht auf dem Foto ist Gisela Burmeister (Jäger-Damen). Foto: zsv

Northeim. Mit der Unterschrift unter dem Fusionsvertrag haben die Vorsitzenden von fünf Northeimer Schützenvereine im Beisein eines Notars am Dienstagvormittag die Verschmelzung mit der Bürgerschützengesellschaft Northeim besiegelt. Gemeinsam wollen die bisherigen eigenständigen Korporationen die Zukunft des Schießsports sichern.

Der Bürgerschützengesellschaft haben sich der Jäger-Corps Northeim von 1844, der Verein für Freihandschießen Northeim von 1864 mit seiner Damenschießsportabteilung, der Schützenverein von 1910, der Damenschießsportverein Jäger-Corps Northeim von 1963 und der Damenschützenverein von 1964 angeschlossen. Die Junggesellenschützengesellschaft von 1913 ist noch nicht dabei.

Erhalt des Schießhauses

„Der demografische Wandel und wirtschaftliche Zwänge haben uns zu diesem Schritt veranlasst“, sagte BSG-Präsident Hans-Bernhard Heynold der HNA. Mehrere Jahre haben die Schützen um die Fusion gerungen.

Rückläufige Mitgliederzahlen, weniger Teilnehmer an den gemeinsamen Veranstaltungen, personelle Engpässe bei der Besetzung von Vorstandsämtern und Funktionsstellen bereiten Probleme. Resultat sind fehlende Einnahmen, starke zeitliche Belastung der Funktionsträger, weniger finanzielle Mittel zur Instandsetzung vereinseigener Immobilien sowie ein zum Teil erheblicher Sanierungsstau. „Konkret geht es um den Erhalt des Schießhauses und damit den Schießsport in der Kernstadt“, ergänzte der Präsident. Alle Northeimer Schützen sind sich einig, dass der Erhalt der schießsportlichen Anlagen Vorrang vor der Pflege von Vereinstraditionen habe. „Den Erhalt der Schießanlagen hätten wir aus eigener Kraft nicht leisten können und brauchten die Mittel der Vereine“, sagte Heynold. Er lobte alle Vereine, die noch nie so gut zusammengearbeitet hätten wie bei der Fusion.

Blicken auf große Zeit

„Wir blicken jetzt auf eine neue, große Zeit“, sagte der Vorsitzende der 1910er-Schützenvereins, Dr. Kurth Hennemuth. „Die Korporationen haben fusioniert, werden aber die Traditionen bewahren“, sagte VfF-Chef Walter Bühnemann. „Jede Abteilung wird beispielsweise den Namen und die Mitglieder ihre Uniformen behalten. Es wird keine Einheitsuniform geben“, ergänzte der Chef des Jägercorps, Holger Schröder.

Die Bürgerschützengesellschaft hat 350 Mitglieder und ist somit eine der größten Vereine im Kreisschützenverband Northeim. Vollendet ist die Fusion mit dem Eintrag ins Vereinsregister beim Amtsgericht. Danach wird in einer gemeinsamen Versammlung eine neue Satzung beschlossen und ein Vorstand gewählt. Heynold kündigte an, für eine letzte und verkürzte Amtszeit (zwei Jahre) zu kandidieren.

Holzpartie im Spätsommer

Um die Fusion zu feiern, soll im Spätsommer eine BSG-Holzpartie veranstaltet werden. An dem Tag soll eine Ehrenscheibe mit dem Titel „Geschafft! Eine BSG“ ausgeschossen werden. Im kommenden Jahr soll es ein großes Schützenfest der BSG geben.

Von Roland Schrader

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