Überraschung zum Geburtstag

Northeimer Steine-Gruppe zaubert ein Lächeln in Kalinas Gesicht

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Geburtstagsvorbereitung der besonderen Art: von links Heinz-Werner Begau, Susanne Halbes, Hans-Jörg Runge, Anastasia, Angelika Jäckel, Yvonne Heldberg und Andrea Schrader haben Steine für Kalina zum 7. Geburtstag bemalt und in Bühle versteckt. 

Eine schöne Aktion zum Geburtstag eines siebenjährigen Mädchens fand jetzt in der Northeimer Ortschaft Bühle statt. 

 „Meine Tochter Kalina hat am Sonntag ihren siebten Geburtstag und wird ihn leider nicht mit ihren geliebten Großeltern und Freunden feiern können“, postete Marta Szymor-Rólczak am Samstag in der NOM-Steine-Gruppe bei Facebook und bat darum, dass vielleicht einige bemalte Steine für ihre Tochter an der Wolfsgrube bei Bühle ausgelegt würden. Diese Bitte stieß auf große Resonanz und sogleich griffen einige Gruppenmitglieder zu Pinsel und Farbe, um Steine für Kalina zu bemalen.

Am Sonntag traf sich dann eine kleine Gruppe in Bühle mit einem Korb gestalteter Steine, um diese auszulegen. „Wir treffen uns immer mal wieder für gemeinsame Spaziergänge“, berichtet Andrea Schrader, die diese lokale Gruppe vor rund sieben Monaten bei Facebook ins Leben gerufen hat.

„Es war uns eine Herzensangelegenheit, Kalina eine Freude am Geburtstag zumachen“, berichtet Susanne Halbes, der die anderen sofort beipflichten. Das Steinemalen ist für viele Gruppenmitglieder zur Passion geworden. „Ich habe früher in der Schule Aquarelle gemalt, bei Heinz Rackowitz gelernt“, berichtet Angelika Jäckel.

Dann habe sie lange Zeit das Malen vernachlässigt und dank der Stein-Gruppe hätte sie die alte Leidenschaft wiederentdeckt. „Beim Malen vergesse ich alle Sorgen“, sagt sie und freut sich, dass sie mit ihren kleinen Bildern anderen eine Freude machen kann.

Das ist auch bei Kalina zweifelsohne gelungen. Das Geburtstagskind rannte in der Mittagssonne freudig den Weg entlang und sammelte eifrig Stein um Stein. „Es ist der größte Geburtstag, den ich mir hätte wünschen können“, freut sie sich und zumindest für diese Zeit war die Traurigkeit, dass sie ihre Großeltern aus Polen aufgrund des Coronavirus’ in naher Zukunft nicht sehen kann, vergessen.

„Ich hoffe, diese verrückte Zeit wird uns lehren, wie einfach es ist, Freude zu teilen, wie angenehm es ist, Zeit mit Kindern zu verbringen und wie viele freundliche Menschen es um uns herum gibt, die ihre Zeit einer anderen Person widmen“, danken ihre Mutter und Vater Tomasz Rólczak.

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