Northeims Landrat zur möglichen Zweier-Fusion Göttingen-Osterode

Wickmann: Wir sind auch allein lebensfähig

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Northeim. Sollte es tatsächlich zu einer Zweierfusion zwischen den Landkreisen Göttingen und Osterode kommen, dann wäre der Landkreis Northeim auch in der Lage, weiterhin selbstständig zu bleiben.

Das sagte Landrat Michael Wickmann als Reaktion auf die Ideen, die derzeit aus Göttingen kommen.

Wickmann: „Es ist ja nicht so, dass wir rein haushaltstechnisch am Ende des Tunnels kein Licht sehen würden.“ Man sei auf einem guten Weg zu einem ausgeglichenem Haushalt schon im nächsten Jahr und das auch ohne Fusion.

Zugleich weist Wickmann die aus dem Kreis Göttingen kommende Kritik zurück, er (Wickmann) hätte Forderungen nachgeschoben, die vor dem Abschluss einer Dreierfusion Northeim-Göttingen-Osterode noch geklärt werden müssten. Der Landrat: „Ich habe nichts nachgeschoben. Ich habe lediglich Dinge angesprochen, über die bislang überhaupt noch nicht gesprochen wurde.“ Dazu gehöre unter anderem auch der Wunsch, den Sitz des Veterinäramts in Northeim behalten zu wollen. Der Erhalt der Einsatzleistelle in Northeim habe seitens des Kreises Northeim nie außer Frage gestanden.

Da der Northeimer Kreistag schon am 7. März über die Dreierfusion entscheiden soll, seien nach Wickmanns Worten einfach noch zu viele Fragen ungeklärt. Wickmann: „Man kann doch nicht einfach nur beschließen, dass der Kreissitz in Göttingen sein soll, und alles andere regeln wir später.“ Dies sei keine Fusion auf Augenhöhe, sondern komme einem Beitritt gleich. Wenn man so denke, werde „überspitzt formuliert als Konsequenz für Northeim ein Aktenreservoir mit zehn bis 15 Mitarbeitern übrig bleiben.“

Dann, und das sei die Haltung sowohl Wickmanns als auch der Verwaltung, solle der Kreis Northeim lieber selbstständig bleiben und mit den Nachbarkreisen interkommunale Zusammenarbeit betreiben. (goe)

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