Niedrige 7-Tage-Inzidenz

Corona-Regeln: Ab Donnerstag mehr Lockerungen im Landkreis Northeim

Ab Donnerstag vorbei: Stabilisiert sich im Landkreis Northeim eine 7-Tage-Inzidenz von unter 10, muss ab Donnerstag auf Wochenmärkten, wie hier in Northeim, keine Maske mehr getragen werden. Archivfoto: Hubert Jelinek
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Ab Donnerstag vorbei: Stabilisiert sich im Landkreis Northeim eine 7-Tage-Inzidenz von unter 10, muss auf Wochenmärkten, wie hier in Northeim, keine Maske mehr getragen werden.

Kaum neue Corona-Infektionen, niedrige Inzidenzwerte im Landkreis Northeim. Vor dem Hintergrund, dass die Zahlen überall im Land sinken, hat das Land Niedersachsen am Wochenende weitere Lockerungen der Corona-Regeln erlassen.

Die Northeimer Kreisverwaltung hat am Montag die wichtigsten Veränderungen für das Kreisgebiet aufgelistet: 

Kontaktbeschränkungen: Ab sofort dürfen sich im Landkreis Northeim bis zu 10 Personen aus beliebig vielen Haushalten treffen, vollständig geimpfte und genesene Personen sowie zum Haushalt gehörende Kinder bis 14 Jahren zählen nicht mit.

Maskenpflicht: Auf den Parkplätzen des Einzelhandels muss keine Maske mehr getragen werden.

Tourismus: Das bislang verbotene Übernachten zu touristischen Zwecken in Wohnmobilen und Fahrzeugen auf öffentlichen Flächen fällt komplett weg.

Neue Regeln wurden auch für Landkreise mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 10 erlassen. Sollten die Coronazahlen im Landkreis Northeim also weiter so niedrig bleiben, würden am Donnerstag dieser Woche folgende Lockerungen in Kraft treten, kündigt die Kreisverwaltung an:

Private Zusammenkünfte in geschlossenen Räumen: Bis zu 25 Personen dürfen sich dann ohne Einschränkungen treffen. Nicht mit eingerechnet werden Kinder dieser Personen bis zu einem Alter von 14 Jahren sowie Begleitpersonen und Betreuungskräfte. Voraussetzung ist, dass die für die Feier verantwortliche Person sicherstellt, dass nur Personen mit dem Nachweis eines negativen Tests, einer vollständigen Impfung oder Genesung teilnehmen. Kinder bis einschließlich 14 Jahren müssen nicht getestet werden.

Private Zusammenkünfte im Freien: Bis zu 50 Personen können sich dann im Freien ohne Einschränkungen treffen. Nicht mit eingerechnet werden Kinder dieser Personen bis einschließlich 14 Jahren, geimpfte und genesene Personen sowie Begleitpersonen und Betreuungskräfte. Auch hier muss ein negativer Test der Teilnehmer vorliegen.

Sitzungen, Zusammenkünfte oder Veranstaltungen: Hier müssen das Abstandsgebot nicht eingehalten und keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, soweit in geschlossenen Räumen nicht mehr als 25 Personen und unter freiem Himmel nicht mehr als 50 Personen teilnehmen.

Wochenmärkte: Auf den Wochenmärkten entfällt bei einer Inzidenz unter 10 die Pflicht, eine Maske zu tragen.

Touristische Angebote und Beherbergungen: Ein negativer Test ist nur noch bei der Anreise nötig. Für vollständig geimpfte (letzte Impfung plus zwei Wochen) und vollständig genesene Personen ist das nicht mehr Vorschrift.

Stadtführungen und Führungen durch die Natur: Sie sind wieder uneingeschränkt zulässig. Die Teilnehmer müssen das Abstandsgebot nicht mehr einhalten, auch die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung entfällt.

Gastronomie: Bei geschlossenen Feiern in der Gastronomie entfallen bei einer Inzidenz unter 10 die zahlenmäßigen Begrenzungen. Bei Feiern ab 25 Personen drinnen und ab 50 Personen draußen müssen aber alle nicht vollständig geimpften oder genesenen Personen einen negativen Testnachweis vorlegen.

Clubs und Diskotheken: Hier müssen alle Gäste einen negativen Test vorlegen oder einen Nachweis über die vollständige Impfung oder Genesung. Dafür entfällt dann aber die Pflicht zur Maske und zum Abstand halten.

Prostitution: Sie zählt ab sofort zu den körpernahen Dienstleistungen, daher entfällt das Verbot der Prostitution. Bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 35 muss es aber ein Hygienekonzept geben.

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel betont, dass sie sich natürlich über die gute Entwicklung freue, unabhängig von den bevorstehenden Lockerungen sei das Impfen im Wettlauf gegen die sich ausbreitende Delta-Variante aber weiterhin sehr wichtig: „Alle zugelassenen Impfstoffe bieten einen sehr guten Schutz gegen diese Mutation. Es gilt daher weiterhin, vorsichtig zu bleiben und nicht zu viel zu riskieren. Die Pandemie ist noch nicht vorbei“.  (kat)

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