Ermittlungen

Tote Frau im Maisfeld bei Northeim - Staatsanwaltschaft nennt neue Details

Tote im Maisfeld
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Im September 2021 wurde eine Frau aus Northeim tot in einem Maisfeld aufgefunden. (Symbolfoto)

Ende September wird eine Frau aus Northeim tot in einem Maisfeld entdeckt. Nun gibt es neue Informationen zum Stand der Ermittlungen.

Northeim / Göttingen – Im Fall der 64-jährigen Northeimerin, die Ende September tot in einem Maisfeld nahe der Northeimer Kläranlage gefunden worden ist, hat die Staatsanwaltschaft Göttingen den dringenden Tatverdacht gegen einen 57-jährigen Patienten des Maßregelvollzugszentrums (MRVZN) Moringen bekräftigt.

Es seien DNA-Spuren des Opfers bei dem Beschuldigten gefunden worden, sagte Oberstaatsanwalt Andreas Buick auf Anfrage der HNA. Er trat damit Gerüchten entgegen, dass es den Ermittlern nicht gelinge, den Tatverdacht gegen den 57-Jährigen zu erhärten – und der wahre Täter noch auf freiem Fuß sei. Gleichzeitig betonte er, dass die Ermittlungen weiter andauerten.

Ermittlungen nach Leichenfund in Maisfeld bei Northeim: Staatsanwalt widerspricht Gerüchten

Rund um das Maßregelvollzugszentrum war in den vergangenen Tagen zu hören, dass es den Ermittlern nicht gelungen sei, bei dem 57-Jährigen Spuren zu finden, die ihn in Bezug auf das Tötungsdelikt belasteten. Auch dieses Gerücht bezeichnete Buick ausdrücklich als falsch.

Mahnwache vor dem Maßregelvollzugszentrum: Die 30 Teilnehmer forderten eine umfassende Aufklärung der Tat und strengere Regeln für Freigänge der Patienten der Einrichtung.

Auch einem weiteren Gerücht widersprach Buick vehement. Nach seinen Worten ist der Verdächtige nach wie vor im MRVZN in einem gesicherten Bereich untergebracht. Der Sicherungshaftbefehl gelte weiterhin. In den vergangenen Tagen kursierte, dass der 57-Jährige in die Justizvollzugsanstalt Rosdorf verlegt worden sei.

Am Samstag haben rund 30 Personen in Moringen eine Mahnwache am MRVZN abgehalten. Initiator Klaus-Peter Ernst betonte, dass man von dem Geschehenen immer noch tief erschüttert sei. Er forderte besonders die Politiker auf, die bei der Mahnwache vermisst wurden, sich dafür stark zu machen, dass sich derartige Vorfälle nicht wiederholen.

Tote im Maisfeld bei Northeim: Zeuge meldete sich bei der Polizei

Es war die zweite Mahnwache, mit der an den gewaltsamen Tod der 64-Jährigen erinnert wurde. Drei Wochen zuvor hatte bereits in Northeim eine Mahnwache stattgefunden.

Die Leiche der Frau war am 25. September in dem Maisfeld gefunden worden. Ein Zeuge hatte den verdächtigten Patienten aus dem MRVZN an diesem Tag in der Nähe des Tatorts gesehen. Als er am nächsten Tag von der Tat erfuhr, informierte er die Polizei. (ows/ajo)

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