25-Jähriger Einbecker vor Gericht

Opfer mit Machete bedroht

Wegen schwerer räuberischer Erpressung und Körperverletzung muss sich seit Montag ein 25-jähriger Mann aus Einbeck vor der Jugendkammer des Landgerichts Göttingen verantworten. Er bedrohte einen Bekannten mit einer Machete. Foto: Archiv

Einbeck. Wegen schwerer räuberischer Erpressung und Körperverletzung muss sich seit Montag ein 25-jähriger Mann aus Einbeck vor der Jugendkammer des Landgerichts Göttingen verantworten. Er bedrohte einen Bekannten mit einer Machete.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, im November 2011 einem Bekannten mehrere Ohrfeigen verpasst und ihn genötigt zu haben, ihm ein Mobiltelefon im Wert von 350 Euro auszuhändigen. Anschließend soll er ihn mit einer Machete bedroht und aufgefordert haben, ihm auch das Ladegerät zu übergeben. Anderenfalls würde er ihm die Ohren abschneiden. Außerdem sollte dieser ihm 5000 Euro besorgen, sonst würde er ihn töten. Seine heute 19-jährige Freundin ist wegen Beihilfe zu den Taten angeklagt. Sie soll das Handy des Opfers mitgenommen haben.

Der 25-Jährige ist außerdem wegen eines weiteren Gewaltdelikts angeklagt. Er soll vier Wochen vorher nachts auf einer Straße in Einbeck einen Passanten zur Herausgabe seines Portemonnaies aufgefordert haben. Dabei soll er ihn mit den Worten bedroht haben: „Ich habe ein Messer“ und „Sonst steche ich dich ab“. Als der Mann sich weigerte, soll er derart heftig auf ihn eingeschlagen haben, dass dieser zu Boden sackte. Anschließend entfernte sich der Täter.

Der Verteidiger des Angeklagten erklärte, dass sein Mandant die Taten einräume. Wegen seiner „Drogenproblematik“ wisse dieser jedoch nicht, was sich tatsächlich abgespielt habe und was Phantasie sei. Die mitangeklagte 19-Jährige sagte, dass sie aus Angst vor ihrem Freund das Handy des Opfers eingesteckt habe. Ihr Freund habe es später für 200 Euro verkauft. Auf die Frage des Vorsitzenden Richters „Wie fanden Sie das?“ sagte sie: „Na, nicht gut, ne.“ Ihr Freund habe regelmäßig Drogen genommen, unter anderem „Speed“. Danach habe er sich oft verfolgt gefühlt und herumgeschrieen. Der Prozess wird fortgesetzt. (pid)

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