Ortsbürgermeister zu Funkmast: "Gerichtsentscheidung verhöhnt Anwohner"

Angerstein. Die zweite Kammer des Verwaltungsgerichts Göttingen hat den Eilantrag zweier Anwohner am Mobilfunkmast Angerstein "Im hohen Felde" abgelehnt. Die hatten eine vorläufige Stilllegung des Bauvorhabens gefordert, um nicht vor einer ausreichenden Prüfung über die Zulässigkeit der Baugenehmigung bauliche Fakten zu schaffen.

"Mit dieser Entscheidung des Gerichts werden die Anwohner verhöhnt", kommentierte Angersteins Ortsbürgermeister Werner Vollmer das Urteil. Die Ablehnung wurde bislang nur telefonisch mitgeteilt und damit begründet, dass die Anwohner kein Anrecht auf die Anordnung der aufschiebenden Wirkung hätten, da sie nicht in dem betroffenen Gebiet des Mobilfunkmastes wohnen würden.

Tatsächlich wohnen die Antragsteller in dem unmittelbar angrenzenden Wohngebiet, in dem auch klare Regeln der Bebaubarkeit benannt sind. Die beiden Gebiete sind lediglich nur durch eine Straße mit geringer Breite getrennt. Der tatsächliche Abstand vom ersten Wohnhaus zum zukünftigen, 23,10 m, hohen Mobilfunkmast beträgt nach Fertigstellung lediglich zwölf Meter.

"Sich bei einer solch geringen Distanz auf die Formalie der gezogenen Baugrenzen festzulegen, beinhaltet nicht unbedingt viel Fingerspitzengefühl und die Wahrung der Nachbarschaftsinteressen gegenüber den Mitbürgern", kritisieren die Angersteiner die Entscheidung des Gerichts. Sie überlegen jetzt, ob sie Widerspruch einlegen. (ajo)

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