Ortsrat: Streit zwischen CDU und Unabhängigen Wählern

In der Ortsmitte: In diesem frisch sanierten Haus ist der Jugendraum untergebracht. Foto: privat

Hammenstedt. Das politische Tischtuch zwischen den bisherigen Partnern im Ortsrat, den Unabhängigen Wählern Hammenstedt (UWH) und der CDU, scheint zerschnitten.

Die Christdemokraten werfen der UWH politische Unerfahrenheit und deren Vorsitzenden Uwe Schlemm Selbstdarstellung vor. Als solche werten sie jedenfalls dessen Antrag im Ortsrat, den Jugendraum wieder zu öffnen. CDU und SPD hatten den Antrag abgelehnt.

Weil es in Hammenstedt keinen Ortsteiljugendpfleger gibt, sollten Privatpersonen tageweise dort die Aufsicht übernehmen. Zwar, so teilte die CDU mit, hätten in der Ortsratssitzung nicht alle Personen benannt werden können, aber von den Genannten halten die Christdemokraten einige für nicht geeignet - insbesondere nicht dafür, an das Amt des Ortsteiljugendpflegers herangeführt und entsprechend ausgebildet zu werden.

Dass die bisherige Ortsteiljugendpflegerin das Handtuch geworfen habe, hat nach Ansicht der CDU ebenfalls die UWH zu verantworten. Sie habe die kompetente Jugendpflegerin unzumutbar gegängelt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Weg zur Güntgenburg 

Den UWH-Antrag auf Instandsetzung des Weges von Hammenstedt zur Güntgenburg hat die CDU ebenfalls nicht unterstützt. Dabei verweist sie darauf, dass es sich dabei um keinen städtischen Weg handelt, sondern um einen der Klosterkammer. Der Ortsrat sei folglich auch nicht zuständig, entsprechende Forderungen zustellen.

Angesichts dessen, dass die UWH in der Vergangenheit auch Anträge der CDU nicht unterstützt habe, ist es aus Sicht der Union unverständlich, dass die UWH „jüngst aus offensichtlich persönlicher Beleidigung“ heraus, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, den Koalitionsvertrag mit den Christdemokraten gekündigt habe.

Politische Unerfahrenheit 

Das Verhalten der UWH buchen die Christdemokraten zusammenfassend unter politischer Unerfahrenheit. Sie seien aber weiterhin bereit, mit allen Fraktionen im Ortsrat konstruktiv zusammenzuarbeiten. (ows)

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