Dauerbaustelle soll für Dorfbewohner wieder passierbar werden

Ortsrat Hammenstedt will Ausnahme für Baustelle am Harztor

Die Baustelle am Harztor (Blick vom Ostring stadtauswärts).
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Keine Durchfahrt von und nach Hammenstedt: Die Baustelle am Harztor ist für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Mit der generellen Sperrung der Baustelle am Harztor in Northeim will sich der Ortsrat von Hammnenstedt nicht abfinden.

Hammenstedt – Er beschloss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig einen Antrag der Wählergemeinschaft UWH, dass die Stadt den Hammenstedtern die Durchfahrt der Baustelle wieder möglich machen soll. Das berichtete Ortsbürgermeister Dieter Markus.

Zuvor habe Northeims Bürgermeister Simon Hartmann in der Sitzung noch einmal ausführlich erklärt, wieso es eine Sonderregelung nur für die Einwohner der Ortschaft nicht geben könne. Sie gelten eben nicht als Anlieger (HNA berichtete). Diesen Status haben nur die unmittelbaren Anwohner im Baustellenbereich der Straße Harztor sowie Besucher des Friedhofs und diejenigen, die in die Straßen der Kernstadt wollen, die nur über das Harztor erreichbar sind.

Vertagt hat der Ortsrat nach Markus’ Worten die Beratung über einen Antrag der CDU, die Stadt solle sich auf Regions-, Landes- und Bundesebene für den Bau einer Ortsumgehung für Hammenstedt einzusetzen. Nach Beendigung der Bauarbeiten am Harztor würden Lärm und Umweltbelastungen durch den Straßenverkehr auf der Bundesstraße 241 wieder ein unzumutbares Ausmaß annehmen, hatte die CDU den Antrag begründet.

Einstimmig hat der Ortsrat außerdem auf Antrag der SPD beschlossen, die Bereitstellung von Geld im städtischen Haushalt 2022 für die Erschließung eines Baugebietes im Ort zu beantragen.

Nach den Worten von Ortsbürgermeister Markus gibt es sechs Bauwillige im Dorf, die schnellstmöglich mit dem Bau eines Wohnhauses in Hammenstedt beginnen wollen. Noch nicht entschieden sei, wo das Baugebiet entstehen soll. Das müsse der Ortsrat noch festlegen. In jedem Fall gebe es Grundstückseigentümer, die bereit seien, für ein 6500 Quadratmeter großes Baugebiet Flächen zu verkaufen.

Auf Antrag der UWH hat der Ortsrat außerdem die Erneuerung des Gehwegs an der Straße „Am Siester“ als Investitionswunsch für den Stadthaushalt beschlossen. Nach Schätzung der Verwaltung sollen die Arbeiten 21 000 Euro kosten. Sie waren im Haushalt 2021 nicht berücksichtigt worden.

Der TSV Hammenstedt, der in diesem Jahr das Dach der Sporthalle sanieren und neue Fester einsetzen lassen will, erhält dafür aus Ortschaftsmitteln 500 Euro. Auch das beschloss der Ortsrat einstimmig.

Aus der Einwohnerfragestunde nahm Bürgermeister Simon Hartmann die Anregung mit, dass doch nach Abschluss der Arbeiten am Harztor in Hammenstedt an der Ortsdurchfahrt einmal eine Geschwindigkeitsmesstafel aufgestellt werden sollte.

Derselbe Einwohner fragte außerdem, ob, nachdem der Bund diese Möglichkeit grundsätzlich zugelassen habe, für die Ortsdurchfahrt nicht Tempo 30 ausgewiesen werden könne. Diese Entscheidung sei nicht Sache der Stadt, hieß es dazu.   (ows)

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