Ortsrat Willershausen sorgt sich um bröckelnde Brücke

Muss dringend saniert werden: Die Brücke über den Düderoder Bach in Willershausen. Weil das Naturstein-Fundament weiter bröckelt, wurde der Durchgang an der Hinteren Dorfstraße auf 1,10 Meter verringert, wie Ortsbürgermeister Uwe Denecke nachgemessen hat. Foto: Schwekendiek

Willershausen. Seit drei Jahren ist die Hintere Dorfstraße in Willershausen eine Sackgasse. Die Brücke über den Düderoder Bach ist so marode, dass Autos sie nicht mehr befahren dürfen.

Jetzt wurde der Durchgang für Fußgänger noch einmal verringert - auf gerade mal 1,10 Meter. „Wer mit Schubkarre und Geräten beladen vom Dorf zum Friedhof gehen möchte, hat da schon Schwierigkeiten“, sagt Ortsbürgermeister Uwe Denecke bei einem Ortstermin. Und nicht nur das. Für die Anwohner westlich des Bachs gibt es keine Wendemöglichkeit. „Wenn es hier mal brennt, hat die Feuerwehr mit ihren großen Autos schlechte Karten“, sagt Denecke.

Auch die Verlängerung der Hinteren Dorfstraße, die Straße Am Caspuhl, ist für schwere Fahrzeuge keine Alternative. Sie ist geschottert, das Ufer zum Bach nicht befestigt. „Wir wissen um die Problematik und müssen das bei der Einsatzplanung berücksichtigen“, sagt Gemeindebrandmeister Karsten Müller. Im Ernstfall müssten einige Fahrzeuge weiter entfernt parken. Schläuche könne man auch von der anderen Bachseite über die Brücke rollen.

Der Ortsrat Willershausen appelliert deshalb an die Gemeindeverwaltung, Geld für die Sanierung der Brücke in den Haushalt 2016 einzustellen. „Für Willershausen hat das seit Jahren oberste Priorität“, berichtet Denecke nach der jüngsten Sitzung des Ortsrates.

Bis jetzt ist im Investitionsplan bis 2018 allerdings kein Geld für die Sanierung vorgesehen. Für einen Ersatzneubau wäre ein sechsstelliger Betrag notwendig, rechnet Eberhard Bohnsack vom Kalefelder Bauamt vor. Er bestätigt Befürchtungen des Ortsrates, dass die Brücke möglicherweise ganz gesperrt werden könnte, sollte das aus Naturstein bestehende Fundament weiter bröckeln.

„Die Absperrung, die jetzt aufgestellt wurde, ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“, erklärt er. Damit soll verhindert werden, dass das Geländer wegbricht. Fast wöchentlich werde die Brücke überprüft. Dabei wurden kürzlich weitere Schäden festgestellt.

Wenn der Ausschuss für Gemeindeentwicklung am Dienstag, 16. Juni, ab 19.30 Uhr im Gasthaus Sebexen tagt, wird unter anderem die Wegebefestigung „Am Caspuhl“ Thema sein. Dazu ist zuvor ein Ortstermin geplant, damit sich die Ausschussmitglieder ein Bild von der Situation machen können.

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