„Patienten sind sehr dankbar“

Corona: Impfstart bei Hausärzten klappt problemlos

Hausärzte impfen seit Mittwoch ihre Patienten. Auf dem Bild Dr. Sonja Jacob-Wolf (Volpriehausen) beim Impfen von Maria-Elisabeth Ellermann (92) im Alten- und Pflegeheim Emmermann im Volpriehausen.
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Dr. Sonja Jacob-Wolf beim Impfen von Maria-Elisabeth Ellermann (92) im Alten- und Pflegeheim Emmermann in Volpriehausen.

Am Mittwoch haben Mediziner in den Hausarztpraxen im Landkreis Northeim mit den Corona-Impfungen begonnen (HNA berichtete).

Landkreis Northeim - Der Startschuss verlief reibungslos, wie eine Nachfrage in einigen Praxen ergab. Einziger Wermutstropfen: In den meisten Praxen waren die für diese Woche zugeteilten Impfdosen innerhalb weniger Stunden aufgebraucht.

„Jetzt müssen wir bis nächste Woche warten, dann soll der nächste Impfstoff eintreffen“, sagt Wolfgang Boldt, Hausarzt in einer Gemeinschaftspraxis in Moringen und Vorsitzender des Northeimer Ärztevereins.

72 seiner Patienten wurden am Mittwochnachmittag geimpft. „Das hat völlig problemlos geklappt“, so Boldt. Alle Patienten seien total glücklich und dankbar gewesen, dass es jetzt endlich weitergeht mit den Impfungen.

Als weiteren Vorteil für das Impfen in den Praxen nennt Boldt, dass die Patienten in ihrer Hausarzt-Praxis in einer vertrauten Umgebung bei ihrem vertrauten Arzt seien. Boldt hat am Mittwoch aber nicht nur in seiner Praxis geimpft: Auch immobile Patienten haben bei Hausbesuchen ihre Impfdosis bekommen.

Auch für mehrere Bewohner von Altenheimen im Landkreis gab es am Mittwoch die erste Impfung: „Entweder haben sie bei der Impfkampagne in den Pflegeheimen im Januar noch gar nicht dort gelebt oder waren während der Impftermine im Krankenhaus“, so Boldt. Und weil diese Menschen noch zur ersten Priorisierungsgruppe gehören, waren sie jetzt an der Reihe.

Zu ihnen gehörte zum Beispiel die 92-jährige Marie-Elisabeth Ellermann, die im Alten- und Pflegeheim Emmermann in Volpriehausen lebt. Sie wurde von ihrer Hausärztin Dr. Sonja Jacob-Wolf, die zusammen mit ihrem Mann Dr. Christoph Wolf eine Praxis in Volpriehausen betreibt, geimpft.

Auch in der Praxis Wolf war das zugeteilte Kontingent an Impfstoff bereits am ersten Tag aufgebraucht, berichtete Dr. Christoph Wolf. Ähnlich ging es auch Dr. Ulrich Thiemann in seiner Hausarztpraxis in Bodenfelde. Er hofft auf eine komplikationsfreie Impfkampagne und genügend Impfdosen in den nächsten Wochen.

Das hofft natürlich auch Wolfgang Boldt, der für die kommende Woche für sich und seine beiden Praxis-Kollegen bereits die zulässige Höchstmenge von 50 Impfdosen pro Arzt bestellt hat. „Wie viele Impfdosen es dann im Endeffekt sind, wissen wir leider nicht.“ (kat)

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