KZ-Gedenkstätte Moringen

Nach rechten Schmierereien: Polizei sucht Zeugen

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Die rechtsradikalen Schmierereien, die Unbekannte in der Nacht zu Dienstag an der KZ-Gedenkstätte Moringen hinterlassen haben, sind mittlerweile ein Fall für die Polizei. Die bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Moringen. Die rechtsradikalen Schmierereien, die Unbekannte in der Nacht zu Dienstag an der KZ-Gedenkstätte Moringen hinterlassen haben, sind mittlerweile ein Fall für die Polizei. Die bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Bei ihren Ermittlungen geht auch die Polizei von einem politisch motivierten Hintergrund aus. Sie sucht nun nach Zeugen, in der Nacht zum Dienstag im Bereich der Northeimer Straße, der Langen Straße und Mannenstraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise sollten der Northeimer Polizei unter Tel. 0 55 51/ 700 50 gemeldet werden.

Die Beamten ermitteln zudem wegen Sachbeschädigung. Die Unbekannten hatten das ehemalige Kommandantur-Gebäude - heute Teil des Maßregelvollzugs-Zentrums -, das Gebäude der KZ-Gedenkstätte und zwei Wahlplakate mit schwarzer Farbe und rechtsradikalen Parolen wie „Alles Lüge“ und „Es war kein KZ hier“ besprüht. Zur Schadenshöhe kann die Polizei laut einer Mitteilung noch keine Angaben machen.

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Auch die Mitarbeiter der Gedenkstätte Moringen haben keine Hinweise darauf, wer für die Schmierereien verantwortlich ist. Wie Marc Czichy vom Vorstand des „Lagergemeinschaft und Gedenkstätte Moringen“ mitteilte, könne man es aber kaum als Zufall bezeichnen, dass die rechtsradikalen Parolen kurz vor der Wahlkampfveranstaltung der NPD in Northeim auftauchten.

In Moringen hatten die Nationalsozialisten im April 1933 eines der ersten Konzentrationslager in Deutschland eingerichtet. (fst)

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