Kalefelder Schulausschuss fordert Auetal-Schule zur Oberschule umzuwandeln

Protest gegen Schließung

Eigeninitiative: Der Schulausschuss unter Leitung von Reinhard Pflugmacher (2.v.l.) besichtigte die Grundschule „Altes Amt“. Eltern hatten die Klassenräume und Flure gestrichen. Fotos: Schrader

kalefeld. Mit Nachdruck wendet sich der Schulausschuss der Gemeinde Kalefeld gegen die vom Landkreis geplante Schließung der Auetalschule. Das Gremium fordert die Umwandlung der Auetalschule in eine Oberschule und die Freigabe von Investitionsmittel seitens des Landrats.

„Der Kreistag solle darauf einwirken, dass der Landrat die Haushaltsmittel für Investitionen der Auetalschule aus 2011 freigibt“, heißt es in der Empfehlung an den Rat, die in der Sitzung des Schulausschusses am Donnerstag einstimmig beschlossenen wurde. Zuvor hatte Bürgermeister Edgar Martin verkündet, dass die Schließung laut Kreistagsmitglied Jens Meyer noch nicht zum 1. August 2012 drohe.

Eine Schließung sei laut Martin angesichts der kompletten Sanierung aller Dächer und der Schul-Turnhalle nicht nachzuvollziehen. Mit Unverständnis kommentierte Martin, dass der Landkreis den Eltern der Auetalschüler untersagt habe, Räume ehrenamtlich zu renovieren. „Sie können es nicht fachgerecht machen“, hieße es im Verbotsschreiben.

„Hier soll auf Kosten der Kinder gespart werden“, kritisierte Schulausschuss-Mitglied Hubert Kleiner (FWG) und forderte die gesamte Gemeinde zum Protest auf.

„Man hat es auf unsere Kommune abgesehen“, meinte Ausschuss-Mitglied Herbert Bredthauer (SPD). „Wenn die Schule stirbt, stirbt die Region“, sagte der Ausschussvorsitzende Reinhard Pflugbeil (CDU). „Die Demo wird etwas großes“, kündigte er an.

Grundschule Echte

Anders als in der Auetalschule ist das Engagement der Eltern in Echte gewünscht. So haben Eltern Flure und Klassenräume gestrichen, informierte Schulleiter Harald Nitschke. Beim Rundgang der Ausschussmitglieder durch seine Schule zeigte der Schulleiter den neu installierten Fahrstuhl und die Rollstuhlrampen.

Nitschke kritisierte die derzeitige Reinigungs-Situation, die durch den Ruhestand einer Kraft entstanden ist. Die Situation sei wegen der Erkrankung zweier Mitarbeiterinnen nur vorübergehend, sagte Vize-Verwaltungschef Burkhard Holland. Bürgermeister Martin sagte zu, dass Bauhofchef Rudi Oppermann Ansprechpartner sei und zukünftig einmal pro Woche die Grundschule aufsuchen werde.

Der Ausschuss stimmte der von der Elternschaft gewünschten Namensänderung der Grundschule Echte in „Grundschule Altes Amt“ zu.

Eng wird es voraussichtlich ab Sommer 2014 in Echte, wenn die Grundschule Düderode geschlossen wird. Zwei Jahre lang werden die Klassen größer sein. Zusätzlich werde eine Klasse in der Schulaula unterrichtet werden müssen.

„Die Grundschule Düderode sollte zwei Jahre weiter bestehen bleiben“, schlug Henning Gierk (CDU) vor. Der Ausschuss beauftragte Bürgermeister Edgar Martin, mit dem Landkreis die Möglichkeiten einer räumlichen Entlastung zu diskutieren. (zsv)

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