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Polizei-Appell: Richtiges Verhalten nach Wildunfall wichtig

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Von: Kathrin Plikat

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Reh liegt tot neben Landstraße
Symbolbild: Die Gefahr von Wildunfälle steigt wieder an.  © Patrick Pleul/dpa

Die dunkle Jahreszeit ist in jedem Jahr auch die Zeit, in der auf den Straßen des Landkreises Northeim häufiger Wildunfälle passieren. In dem Zusammenhang appelliert die Polizei diesmal nicht nur an die Verkehrsteilnehmer, mit erhöhter Aufmerksamkeit unterwegs zu sein, sondern sich nach der Kollision mit einem Wildtier so zu verhalten, dass dem Tier qualvolles Leiden erspart bleibt.

Northeim – Anlass für diesen Appell, der jetzt von der Polizei Einbeck kam, war ein Wildunfall nahe Einbeck: Ein Autofahrer hatte sich bei der Polizei gemeldet und mitgeteilt, dass er ein Tier angefahren habe. Nach dem Unfall sei er aber zunächst einige Hundert Meter weitergefahren, um auf einem Parkplatz anzuhalten und die Polizei zu informieren. Als die Polizei auf der Fahrt zur Unfallstelle war, ging der nächste Hinweis eines weiteren Autofahrers auf der Polizeiwache ein, der ebenfalls über das Tier gefahren war. Die eingesetzten Polizeibeamten konnten das noch lebende, aber schwer verletzte Reh erst nach langer Suche rund um den Unfallort erlösen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Ähnliche Vorfälle habe es im Zuständigkeitsbereich der Einbecker Polizei in den vergangenen Wochen schon mehrere gegeben, heißt es in einer Pressemitteilung. In einigen Fällen wurden Wildunfälle zudem mit sehr langer Verzögerung mitgeteilt. „Stunden später den Unfall zu melden, kann ein sehr langes Leiden für das Wild bedeuten“, heißt es weiter.

Die Polizei Einbeck hat darum einige Tipps zusammengestellt, wie man sich nach einem Wildunfall richtig verhält: Sofort anhalten, das Warnblinklicht einschalten und den Unfall umgehend bei der Polizei melden.

Durch das Warnblinklicht findet nicht nur die Polizei die Unfallstelle schneller, sondern andere Verkehrsteilnehmer werden dadurch auf die Unfallstelle aufmerksam gemacht, damit es nicht zu einem weiteren Zusammenstoß mit dem auf der Straße liegenden Tier kommt. „So verhindern Sie weiteres Leid für das Tier und auch weitere Schäden für andere Verkehrsteilnehmer. Das verletzte Tier kann schnell durch Polizeibeamte oder den zuständigen Jagdberechtigten erlöst werden“, heißt es weiter.

Auch wenn ein Tier nach einer Kollision davonläuft, sollte unbedingt die Polizei über den Unfall und den genauen Unfallort informiert werden, damit das zumeist schwer verletzte Tier im Umkreis der Unfallstelle gesucht werden kann. (Kathrin Plikat)

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