Rabe: Reuters Argumente sind nicht stichhaltig

Northeim. Kritik an den Argumenten des Göttinger Landrats Bernhard Reuter für die Bildung eines Großkreises in Südniedersachsen hat der Fraktionsvorsitzende der FDP im Northeimer Kreistag, Irnfried Rabe, geübt.

Rabe sagte, es befremde ihn, dass Reuter die Großkreis-Bildung mit mangelnder politischer Durchsetzungsfähigkeit der drei Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode insbesondere auf EU-Ebene begründe. Die Diskussion um die Gebietsreform müsse stattdessen mit stichhaltigen Argumenten geführt werden.

Reuter hatte am Wochenende beim Neujahrsempfang der Jungsozialisten im Unterbezirk Northeim-Einbeck gesprochen. Auch ein südniedersächsischer Großkreis sei zu klein, um in Brüssel wahrgenommen zu werden, betonte Rabe.

Gegenüber der EU sei auch ein solcher Großkreis eine zu vernachlässigende Größe. Dabei verwies Rabe außerdem auf die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen, die - inzwischen im Namen um Wolfsburg erweitert - vor acht Jahren unter anderem dafür gegründet worden sei, um die Interessen der Region auf europäischer Ebene zu vertreten und um an Fördermittel für Projekte in der Region zu gelangen.

Der Schätzung Reuters, das Einsparpotenzial einer Fusion der drei Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode betrage zehn bis 15 Millionen Euro, glaubt Rabe nicht.

Überhaupt sei Reuter in seiner Zeit als Landrat in Osterode nicht durch großen Sparwillen aufgefallen, urteilte der Liberale. Die FDP werde nach Rabes Worten darauf achten, dass vor einer Gebietsreform nachprüfbare Zahlen vorliegen, ob und wie große eine Kostenreduzierung tatsächlich sei. (ows)

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