Ein Täter sitzt in der JVA Rosdorf, zwei weitere sind noch auf der Flucht

Raubüberfall auf Sparkasse in Gittelde: U-Haftbefehl erlassen

Göttingen. Nach dem Überfall auf eine Sparkasse in Gittelde bei Bad Grund ist gegen einen der drei Täter ein Untersuchungshaftbefehl erlassen worden. Die beiden anderen sind weiter auf der Flucht.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Göttingen wurde der am Freitag festgenommene Mann aus Hanau am frühen Samstagnachmittag einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ den Untersuchungshaftbefehl. Im Anschluss wurde der 60-Jährige in die JVA Rosdorf gebracht.

In einer ersten Vernehmung durch Ermittler des 2. Fachkommissariats der Polizeiinspektion Northeim/Osterode schwieg der 60-Jährige zu den Vorwürfen.

Laut Polizei laufen die Ermittlungen derzeit weiter auf Hochtouren. Hinweise zu den Komplizen des 60-Jährigen liegen bislang allerdings nicht vor.

Zeugen, die auf der Fluchtstrecke zwischen Gittelde und dem Northeimer Autohof am Freitag einen silbernen Opel Vectra mit Northeimer Kennzeichen gesehen haben oder auch andere Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05551-70050 mit der Northeimer Kripo in Verbindung zu setzen

Das war während und nach dem Überfall passiert

Zwei maskierte und bewaffnete Männer hatten die Filiale der Sparkasse Osterode am Harz an der Breiten Straße in Gittelde (Kreis Göttingen) am Freitagmittag überfallen. Die Räuber erbeuteten dabei Geld im Wert von wenigen Tausend Euro.

Zum Zeitpunkt des Überfalls befanden sich laut Polizei eine Angestellte der Sparkasse und eine Kundin in der Filiale. Bei dem Überfall wurde sowohl die Angestellte als auch die Kundin durch einen Schlag auf den Kopf verletzt. Eine weitere Kundin kam den beiden Tätern auf ihrer Flucht in der Eingangstür entgegen. Die Frau erlitt wegen der Aufregung einen Schock.

Weitere Zeugen beobachteten unmittelbar nach dem Überfall, wie die Täter in einen Opel Vectra stiegen und in rasanter Fahrt in Richtung Teichhütte davon fuhren. Sofort startete die Polizei ihre Fahndung nach den Unbekannten. 

Verfolgungsjagd mit Kollision

Eine Zivilstreife der Autobahnpolizei Göttingen erkannte wenig später das gesuchte Auto auf dem Northeimer Autohof. In dem Fahrzeug saß nur ein Mann. Der Wagen fuhr über die B3 in Richtung Einbeck davon. Die Zivilstreife folgte dem Opel. 

Ein Streifenwagen der Göttinger Autobahnpolizei half bei der Verfolgung. Er überholte den Vectra zwischen Edesheim und Hohnstedt. Mit dem Haltesignal "Stop Polizei" forderten die Beamten den Fahrer des Vectra zum Anhalten auf. Dieser beschleunigte jedoch sein Auto und versuchte den Streifenwagen zu überholen. Dabei stießen die Fahrzeuge nach Polizeiangaben zusammen. Anschließend kam der Vectra von der Straße ab und fuhr gegen einen Busch. 

Der Fahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt. An dem Streifenwagen und dem Vectra entstand ein Schaden von knapp 10.000 Euro. Das Fluchtfahrzeug wurde abgeschleppt und sichergestellt. Das Fahrzeug wird nun in den nächsten Tagen kriminaltechnisch untersucht.

Bei dem Fahrzeuginsassen handelt es sich um den 60 Jahre alten Mann aus Hanau, der nun in Rosdorf einsitzt. Nach seiner Festnahme wurde er vorsorglich ins Northeimer Krankenhaus gebracht. Dort wurde er noch am selben Tag wieder entlassen. Die Nacht verbrachte er in einer Gewahrsamszelle der Northeimer Polizei.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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