Großer Andrang vor den Apotheken

Risikogruppen holen sich ihre kostenlosen FFP2-Masken ab

Vor der Mühlen-Apotheke in Northeim stehen viele Menschen, um sich ihre kostenlosen FFP2-Masken abzuholen.
+
Vor der Mühlen-Apotheke in Northeim herrscht großer Andrang: Viele Risikogruppen holen sich die drei kostenlosen FFP2-Masken ab.

Ein großer Andrang herrschte vor den Apotheken im Landkreis Northeim. Grund dafür waren die kostenlosen FFP2-Masken.

Landkreis Northeim – Risikogruppen können sich drei Stück von den kostenlosen Masken seit dem 15. Dezember in den Apotheken abholen.

Ein riesiger Ansturm war auch vor der Grafenhof Apotheke in Northeim zu verzeichnen. „Es ist ein Andrang, wie ich ihn hier vorher noch nicht erlebt habe“, sagte Inhaber Tobias Wagner. Vor der Öffnung hatte sich bereits eine Warteschlange vor der Apotheke gebildet.

Hauptsächlich waren am Dienstag Menschen in der Apotheke, um sich die Masken abzuholen. Innerhalb der ersten vier Stunden wurden bereits etwa 1000 Masken an über 300 Personen vergeben.

6000 Masken seien zunächst in die Grafenhof Apotheke geliefert worden. Wagner habe aber weitere 6000 bestellt. Es seien also genügend Masken vorrätig.

Außerdem hätten sich alle Kunden sehr geduldig verhalten. „Wir tun alles dafür, dass der Abstand sowohl in der Apotheke als auch in den Warteschlagen draußen eingehalten wird“, erklärte Wagner.

Reibungslos sei es auch in der Scharfenberg-Apotheke am Kloster in Katlenburg-Lindau am ersten Tag abgelaufen. „Wie zu erwarten, war sehr viel los“, sagte Peter Oelkrug, angestellter Apotheker. Trotzdem habe alles gut funktioniert.

Auch vor Apotheken im Uslarer Land haben sich am Dienstag Menschen in Warteschlangen für den Empfang der kostenlosen Masken angestellt. Offenbar sind die Apotheken gut ausgestattet. Eine Mitarbeiterin der Ratsapotheke machte den Wartenden auf der Langen Straße die Ansage: „Es sind genug Masken da, jeder, der ansteht, bekommt auch welche“.

Anspruch auf die kostenlosen Masken haben Personen über 60 Jahre sowie Menschen mit Vorerkrankungen. Für den Nachweis reicht der Personalausweis. Personen mit einer Vorerkrankung müssen den Anspruch durch eine Eigenauskunft versichern.

Die Apotheken müssen zunächst in Vorkasse treten. „Die Masken habe ich erst mal selbst finanziert“, erklärte Wagner. Erst später bekomme jede Apotheke ihren Anteil. „Wie viel Geld ich genau für die Masken bekomme, kann ich nicht genau sagen“, ergänzte Wagner. Den Umfang habe er nur in etwa ausrechnen können.

Die Masken werden aus Bundesmitteln finanziert. Insgesamt stehe eine Summe von über 490 Millionen Euro zur Verfügung. Wie viel Geld den einzelnen Apotheken davon zusteht, ergebe sich aus den rezeptpflichtigen Packungen, die die jeweilige Apotheke im dritten Quartal dieses Jahres verkauft hat, so Wagner.

Die kostenlosen Masken können noch bis zum 31. Dezember in den Apotheken abgeholt werden. (Samira Müller und Jürgen Dumnitz)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.