Zweites Rosenfest in Oldershausen lockte am Wochenende Besucher in Scharen an

Rosenduft und heiße Glut

Arbeit mit der Glut: Der zwölfjährige Dennis Düvel aus Northeim half Schmied Franz Vollmer.

Oldershausen. Als Dennis Düvel aus Northeim mit ein wenig Hilfe von Messerschmied Franz Vollmer selbst ein Obstmesser geschmiedet hatte, glühten seine Wangen nicht nur vom nahen Feuer, sondern vor allem vor Stolz. Der Zwölfjährige besuchte das zweite Rosenfest in Oldershausen zusammen mit den Großeltern Hagenguth.

Franz Vollmer hat sich erst vor wenigen Jahren in seinem Heimatort Krebeck als Schmied niedergelassen. Ihm wurde aber die Liebe zum Handwerk in die Wiege gelegt, denn sein Vater war Dorfschmied. Als er starb, war der Sohn noch zu jung, um die Schmiede zu übernehmen, und so lernte er einen anderen Beruf. Nun stellt er als Selbständiger pro Monat vier bis sechs Messer in der aufwendigen Damaszener-Technik her. Damaszener-Stahl wird auch Damast genannt. Der Name ist vom Ortsnamen Damaskus abgeleitet.

Kunden aus Namibia

„Meine Kunden sind Köche, Jäger und Sammler, etliche aus Namibia“, berichtete der 63-Jährige und erläuterte den vielen interessierten Besuchern in der Alten Schmiede in Oldershausen die einzelnen Arbeitsschritte. Das Ergebnis sind Einzelstücke (Preis ab 400 Euro) mit ausgefallenen Mustern auf dem Blatt. Die Holz- und Horngriffe sowie die Lederhüllen stellt Vollmer mit seinen Helfern ebenfalls selbst her.

Auch die anderen Aussteller des zweitägigen Festes waren dieselben wie bei der erfolgreichen Premiere vor einem Jahr. Im Mittelpunkt standen natürlich die wunderschönen Rosen von Reinhard Wiera aus Ellerau bei Pinneberg. Die vielfältigen Farben und Muster erfreuten das Auge der Betrachter, die Düfte die Nase.

Eine Dame aus Vreden, die das Rosenfest zufällig entdeckt hatte, ließ sich vor Begeisterung zum Kauf von mehreren Rosensträuchern hinreißen. Ihr Mann lästerte gutmütig: „Und dabei ist unser Garten gerade mal zwei Quadratmeter groß!“ Aus Bamberg war Keramikerin Kerstin Kemper wieder angereist. Viele ihrer Arbeiten sind mit Rosen geschmückt und passen daher gut zum Thema des Festes. Dasselbe gilt für die Trockenfloristik von Annemarie Macke aus Sebexen und für die Patchwork- und anderen Stoffarbeiten von Heike Köchermann aus Kalefeld. Rosen, wohin man sah.

Rosa Torte

Im Hotel „Zur Altenburg“ gab es selbst gemachte Fruchtaufstriche, im Garten konnte man gemütlich Kaffee trinken. Prunkstück auf dem Kuchenbufett mit selbst gebackenen Kuchen und Torten, die von den Bäckerinnen gespendet wurden, war eine aufwändig mit weißen Rosen dekorierte Torte. Sie war vollständig mit rosa Marzipan umhüllt und trug den Schriftzug „Rosenfest 2010“ in weißem Zuckerguss. (zäl)

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