Rückenschonung für Altenpfleger: Kissen heben Patienten

Ausprobiert: Der Leiter des ASB-Hausnotrufs in Nörten, Wolfgang Klemme probierte mit seiner Frau Anna (liegend) und Maxi Großkopf (hinten) das neue Hebekissen aus. Foto: Schrader

Nörten-Hardenberg. Die Gefahr, sich den Rücken zu verheben, ist als Altenpfleger allgegenwärtig. Ein falscher Griff oder eine falsche Technik und der Rücken schmerzt. Der Kreisverband Northeim-Osterode des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) will das Risiko für seine Pflegekräfte minimieren und hat Hebekissen gekauft.

„Wir denken an das Wohl unserer Mitarbeiter“, sagte der Leiter des Hausnotrufs Northeim-Osterode-Göttingen, Wolfgang Klemme. Für alle fünf Rufbereitschaften im Kreisgebiet, – das sind die Pflegefachkräfte, die in den Bereichen Nörten, Northeim, Uslar, Bad Lauterberg und Wulften 24 Stunden erreichbar sind und zu Notfällen fahren – wurden jetzt Hebekissen mit Kompressoren angeschafft.

Die Kosten von fünfmal 1680 Euro seien im Vergleich zu den Einschränkungen durch krankheitsbedingten mehrtägigen Ausfall gering.

Raimund Schmoll von der Verkaufsabteilung des Herstellers zeigte Mitarbeitern des ASB die Handhabung des Hebekissens. Es müssten nur die farblich gekennzeichneten Schläuche in die mit selber Farbe markierten Buchsen des elektrischen Kompressors gesteckt werden. Dann könne das aus vier Kammern bestehende Kissen aufgeblasen werden, nachdem es unter die am Boden liegende Person geführt wurde. Nach und nach füllen sich die einzelnen Kammern mit Luft, wobei der Patient sicher festgehalten wird.

Er wird auf einen Stuhl gehievt, sobald die entsprechende Höhe erreicht ist. „Das Hebekissen gehört zur Ausrüstung eines englischen Ambulanzwagens“, sagte Schmoll.

In den fünf Dienst-Bereichen des ASB-Kreisverbandes Northeim-Osterode sollen jetzt alle 65 Mitarbeiter mit dem Hebekissen geschult werden, damit es im Notfall eingesetzt werden kann. (zsv)

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