Mutmaßliche Brandstifterin sitzt seit voriger Woche in Psychiatrie

Schon wieder ein Brand in einem Garten - Serie von Brandstiftungen reißt nicht ab

Einsatzkräfte der Feuerwehren mussten schon wieder brennende Gartenlauben in Salzderhelden löschen.
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Einsatzkräfte der Feuerwehren mussten schon wieder brennende Gartenlauben in Salzderhelden löschen.

Wieder gab es einen Brand in Einbeck. Die Serie von Brandstiftungen geht damit weiter. Und das, obwohl die mutmaßliche Täterin in der Psychiatrie sitzt. 

Update vom Mittwoch, 26.08.2020, um 14.14 Uhr: Salzderhelden/Einbeck. Die Gartenlaubenbrände im Bereich Einbeck halten Polizei und Feuerwehr weiter in Atem: Am Mittwochmittag brannte plötzlich eine Gartenlaube in einer Kleingartenkolonie - diesmal allerdings in Einbeck. Die Laube wurde von der Feuerwehr gelöscht - die Höhe des Schadens steht noch nicht fest.

Auch in diesem Fall geht die Polizei nach ersten Ermittlungen von Brandstiftung aus. Aus diesem Grund wurden die Ermittlungsmaßnahmen der Polizei weiter intesiviert, sagte Polizeidirektor Michael Weiner, Leiter der Polizeiinspektion Northeim, auf Anfrage der HNA. Am Mittwoch wurde bei der Polizei in Northeim ein Führungsstab unter der Leitung von Polizeioberrat Niklas Fuchs eingerichtet, so Weiner weiter.

Ziel sei unter anderem eine Erhöhung der Polizeipräsenz im Raum Einbeck - aus diesem Grund wurde kurzfristig Unterstützung von Kräften der Bereitschaftspolizei angefordert.    kat

Brand in Northeim: Brandstifterin von vorheriger Brandserie hatte gestanden

Originalmeldung vom Mittwoch, 26.08.2020, um 13.35 Uhr: Salzderhelden - Die Brandserie in Salzderhelden scheint nicht abzureißen – obwohl die mutmaßliche Brandstifterin aktuell in einer psychiatrischen Klinik untergebracht ist. Erneut sind Dienstagabend nahe der historischen Saline zwei Gartenlauben komplett niedergebrannt. Verletzt wurde niemand, die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

Anwohner hatten gegen 21.15 Uhr die Polizei über einen einen Brand in der Kleingartenanlage an der ehemaligen Saline informiert. Da die Polizei auch in diesem Fall von Brandstiftung ausgeht, wurde sofort eine Fahndung eingeleitet, an der auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war. Doch die Fahndung nach möglichen Tätern verlief negativ.

Noch in der Nacht wurden die Ermittlungen durch die bereits wegen der vorhergehenden Brände bei der Polizeiinspektion Northeim eingerichtete Ermittlungsgruppe aufgenommen.

In Salzderhelden im Einsatz waren mehr als 120 Kräfte die Feuerwehren Einbeck, Salzderhelden, Vogelbeck, Sülbeck, Immensen, Drüber, Langenholtensen und Edesheim sowie das Technische Hilfswerk (THW) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Einbeck zum Eigenschutz der Einsatzkräfte.

Ein Sprecher der Kreisfeuerwehr berichtete noch in der Nacht zu Mittwoch, dass der Feuerschein und die Rauchentwicklung der beiden brennenden Gartenlauben erneut so massiv waren, dass eine ganze Reihe von Notrufen in der Einsatzleitstelle in Northeim eingingen.

Die Flammen wurden umgehend gelöscht und unter anderem eine Gasflasche in einem Wasserbad heruntergekühlt.

Die Feuerwehr Langenholtensen aus dem Stadtgebiet Northeim war aufgrund eines Ausbildungsdienstes zur Vegetationsbrandbekämpfung im nahen Edesheim und konnte so gleich mehrere tausend Liter Wasser mit ihren Fahrzeugen an die Einsatzstelle bringen, heißt es weiter in dem Bericht der Feuerwehr. Gegen 23.30 Uhr war der Einsatz beendet.

Erst am vorigen Freitagabend hatten zwei Gartenlauben auf dem Gelände gebrannt (HNA berichtete). Die Polizei hatte noch in der Nacht eine 30-jährige Frau festgenommen, die bei der Vernehmung ein Geständnis ablegte, die Brände gelegt zu haben.

Sieben Wochen zuvor hatte es in Salzderhelden und Umgebung eine Brandserie gegeben, bei der unter anderem der historische Bohrturm der alten Saline zerstört wurde. Hier war ein Schaden von 1,5 Millionen Euro entstanden.

Die am vorigen Freitag festgenommene 30-Jährige steht im Verdacht, auch diese Brände gelegt zu haben. Sie saß deshalb zwischenzeitlich in Untersuchungshaft.

Der Haftbefehl wurde jedoch vorige Woche außer Vollzug gesetzt, die Frau kam wieder auf freien Fuß. Kurz danach brannte es erneut in Salzderhelden.

Die 30-Jährige wurde nach ihrer Festnahme in der vorigen Woche in eine psychiatrische Fachklinik zwangseingewiesen, wo sie sich nach Polizeiangaben auch immer noch aufhält. (kat)

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