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Neue Toiletten und besserer Brandschutz für das Kreishaus in Northeim

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Von: Olaf Weiss

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Das Northeimer Kreishaus: Das 1975 eröffnete Gebäude muss umfassend saniert werden.
Das Northeimer Kreishaus: Das 1975 eröffnete Gebäude muss umfassend saniert werden. © Hubert Jelinek

Im Kreishaus laufen die Vorbereitungen für das große Stühlerücken. Denn wenn die etagenweise Sanierung des Hauptgebäudes beginnt, müssen die Mitarbeiter ihre angestammten Büroräume nach und nach zeitweise verlassen.

Northeim – Um dafür Platz zu schaffen, wird derzeit gerade im Gebäude der ehemaligen Auetalschule in Kalefeld eine vorübergehende Außenstelle der Kreisverwaltung eingerichtet.

Die Mitarbeiter einer kompletten Etage des Kreishauses sollen dahin umziehen, erklärte Verwaltungssprecherin Tanita Schebitz auf HNA-Anfrage. Betroffen ist der Fachbereich 31, Soziale Dienste. Er soll im Sommer nach Kalefeld ziehen. Das dann im Kreishaus freigewordene Stockwerk sollen die Beschäftigten nutzen, deren Etage gerade modernisiert wird.

In den Sanitärbereichen sollen die Wände erneuert werden. Wegen wiederkehrender Undichtigkeiten und Verstopfungen werden außerdem die WC-Anlagen vollständig erneuert. Neben dem Einbau von Brand- beziehungsweise Rauchschutztüren in den Fluren, müssen auch sogenannte Brandlasten beseitigt oder abgeschottet werden. Als Brandlasten bezeichnet man die brennbaren Stoffe, die in einem Gebäude verbaut und untergebracht sind.

Die Arbeiten sollen im achten Stockwerk beginnen. Dort hat unter anderem Landrätin Astrid Klinkert-Kittel ihr Büro.

Bis die Landrätin dort vorübergehend ausquartiert wird und in das unten liegende, leere Stockwerk zieht, dauert es aber noch. Denn vorher müssen laut eines Sachstandsberichts für den Kreistagsausschuss Bauen und Verkehr, der jüngst tagte, die Schächte der Versorgungsleitungen einschließlich der verlegten Leitungen instandgesetzt werden. Dazu komme, dass die Mauern vor den Versorgungsschächten Asbest belastet sind.

Nach Ende der Heizperiode soll die Schadstoffbeseitigung und die Demontage der alten Leitungen beginnen. Die Arbeiten an den Versorgungsschächten sollen im Herbst beendet sein.

Pro Stockwerk kalkuliert man im Kreishaus – inklusive der notwendigen Umzüge der Mitarbeiter – mit einer Bauzeit von 80 bis 100 Tagen. Somit wird die Sanierung des achtstöckigen Hauptgebäudes rund drei Jahre in Anspruch nehmen.

Da auch die Trockenwände der Toiletten in dem aus den frühen 1970er-Jahren stammenden Gebäude Asbest belastet sind, müssten die Arbeiten sensibel ausgeführt werden, heißt es in dem Bericht zur Begründung der Arbeitsdauer.

Parallel zur Sanierung der Versorgungsschächte soll die Sanierung und Modernisierung des Kreissitzungssaals beginnen. Die Arbeiten sollen rund ein Jahr dauern. Seine Fertigstellung ist für das Frühjahr 2023 geplant.

Seit November läuft bereits die Sanierung der Toiletten im Anbau des Kreishauses.

Die Bauarbeiten am Kreishaus sind nach dem Abschluss der etagenweise Sanierung auch noch nicht beendet. Dann folgt noch die Fassaden- und Fenstersanierung. Sie ist in den auf rund 25 Millionen Euro kalkulierten Gesamtkosten für die Modernisierung des Kreishauses mit 15 Millionen Euro der dickste Posten.

Allerdings ist zu erwarten, dass die im Jahr 2019 ermittelte Summe angesichts der Kostensteigerungen im Bausektor am Ende nicht ausreichen wird.

Für die Sanierung der übrigen Verwaltungsgebäude des Landkreises, nämlich

-  der Kreisbildstelle, Medenheimer Straße 15/17,

-  des Fachbereichs Gesundheitsdienst, Wolfshof 10,

-  des Fachbereichs Straßenverkehr, Von-Menzel-Straße 7 und

-  des Multifunktionsgebäudes, Wallstraße 40,

waren damals weitere 4,6 Millionen Euro veranschlagt worden. (Olaf Weiss)

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