100 Beschäftigte betroffen

Schildautal-Kliniken in Seesen: Reha-Bereich am Jahresende dicht

Die Kliniken Schildautal in Seesen.
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Die Kliniken Schildautal in Seesen.

Die Rehaklinik der Schildaukliniken in Seesen schließt bereits zum Jahresende. Das hat der Klinikbetreiber Asklepios am Dienstag bekannt gegeben. Rund 100 Beschäftigte seien von der Schließung betroffen.

Seesen – Die Verhandlungen über Interessenausgleich und Sozialplan seien mit dem Betriebsrat erfolgreich abgeschlossen worden. Die Ergebnisse würden den Mitarbeitern nun vorgestellt. Das Akutkrankenhaus am gleichen Standort ist von der Schließung nicht betroffen.

In den Schildautalkliniken hat die Gewerkschaft Verdi in den vergangenen zwei Jahren versucht, einen Tarifvertrag durchzusetzen, der sich an dem des öffentlichen Dienstes (TvöD) orientiert. Vor allem für den Rehabereich hat Asklepios das aus Kostengründen immer abgelehnt. Der Klinikbetreiber hat auch Verdi nie als Verhandlungspartner akzeptiert, sondern hat immer nur Gespräche mit dem Betriebsrat geführt.

Nach einer langen Phase mit Warnstreiks, die durch den ersten Lockdown unterbrochen wurde, hatte Verdi ihre Mitglieder im Oktober zum dauerhaften Streik aufgerufen. Damals drohte Asklepios das erste Mal mit der Schließung des Rehabereichs. Neben einer wirtschaftlichen Schieflage, der sich durch den Streik noch verschärfe, seien Corona und die Folgen eines Wasserschadens die Gründe. Verdi hielt dagegen, dass der Rehabereich profitabel arbeite.  (ows)

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