Resolution verabschiedet

Rat protestiert gegen Volksbank-Schließung in Fredelsloh

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Die Volksbank-Filiale in Fredelsloh

Moringen/Fredelsloh. Die angekündigte Schließung der Volksbank-Filiale in Fredelsloh bewegt weiter die Gemüter.

Dass die Volksbank Solling die Bankfiliale in Fredelsloh schließt, ist beschlossene Sache (HNA berichtete). Die Diskussionen um die Entscheidung des Aufsichtsrates und des Vorstandes halten jedoch weiter an.

In der Sitzung des Moringer Stadtrates stimmten die Mitglieder auf Antrag der GMV für eine gemeinsame Resolution, die die Verantwortlichen der Volksbank noch einmal zum Umdenken bewegen soll.

„Der Rat der Stadt Moringen fordert die Volksbank Solling eG auf, die Entscheidung über die Schließung der Geschäftsstelle in Fredelsloh noch einmal zu überdenken und zu revidieren oder mindestens zu modifizieren“, heißt es in dem Entwurf der Resolution, die Ratsmitglied Klaus-Wilhelm Depker (LiMo21) für die Fredelsloher Vereinsleiterkonferenz entworfen hat. Auch die SPD unterstützt das Vorhaben. „Wir sind gegen die Schließung der Filiale in Fredelsloh und hoffen, dass die Verantwortlichen weniger drastische Maßnahmen ergreifen“, erklärte Ratsmitglied Stefan Josef. Zumindest ein Geldautomat sollte den Fredelslohern erhalten bleiben, auch mit Blick auf den Tourismus, den Fredelsloh als Töpferdorf zweifelsohne habe. „Darum werden wir dieser Resolution zustimmen, ob mit oder ohne Aussicht auf Erfolg“, zeigte sich Josef kämpferisch.

Dass die Resolution an der Schließung nichts ändern wird, machte zuvor der Ratsvorsitzende Volker Feige in einer persönlichen Stellungnahme deutlich. „Ich kann sehr gut verstehen, wenn Sie heute einstimmig den Antrag der GMV unterstützen, muss Ihnen an dieser Stelle aber auch bereits sagen, dass die getroffenen Entscheidungen alternativlos sind und bestehen bleiben werden, um die Bank langfristig wettbewerbsfähig zu halten und Arbeitsplätze zu sichern.“

Großer Unmut

Als Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Solling unterlag Volker Feige bei der Abstimmung einem Mitwirkungsverbot. Dass er die Ratssitzung jedoch wegen eines Trauerfalls in der Familie sogar ganz verließ und den weiteren Vorsitz der Sitzung an Stellvertreterin Johanna Arnemann (CDU) übergab, sorgte vor allem bei den Mitgliedern der GMV für großen Unmut. Bereits zu Beginn der Sitzung erklärte Bernd Bundstein auf den Antrag von Volker Feige, den Tagesordnungspunkt der Resolution nach hinten zu schieben, der Ratsvorsitzende sei unverzichtbar und für Feige könnten keine Ausnahmen gemacht werden. Die Ratsmitglieder stimmten jedoch für Feiges Antrag.

GMV-Mitglied Hans-Jürgen Doehring warf dem abwesenden Volker Feige anschließend sogar Absicht vor, um einer Diskussion aus dem Weg zu gehen. „Das hat für mich ein Geschmäckle, dass der Punkt nun so weit nach hinten genommen wurde“, so Doehring. bevor die Ratsmitglieder schließlich einstimmig für die Resolution stimmten.

Die Moringer Stadtverwaltung ist damit nun beauftragt, die Resolution an den Vorstand, den Aufsichtsrat sowie die Mitglieder der Vertreterversammlung der Volksbank Solling weiterzuleiten. 

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