Schulleiter blicken optimistisch auf Unterricht trotz Pandemie

Schule auch im Landkreis Northeim weiter in Präsenz

Unterricht in einer Klasse
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Der Schulunterricht geht in Präsenz weiter. (Symbolbild)

Nach den Weihnachtsferien startet am Montag wieder der Schulbetrieb, und der soll nach dem Willen der Kultusminister trotz steigender Corona-Inzidenzen wegen Omikron weiter in Präsenz stattfinden.

Landkreis Northeim - Die Schulleiter im Landkreis sehen darin auch kaum Probleme und nehmen den Betrieb mit ganz gutem Gefühl wieder auf.

Henning Schult, Leiter der Oberschule Northeim, sieht den Schulstart nicht als Pandemietreiber. „Für uns ändert sich so gut wie nichts, was den Schulstart anbetrifft. Einzige Ausnahme ist, dass im Unterricht nur noch OP- oder FFP2-Masken getragen werden müssen. Stoffmasken sind verboten“, sagt er.

Zudem müssten sich in der ersten Woche Schüler und Lehrer täglich selbst testen, sofern sie nicht vollständig geimpft sind, danach wieder dreimal pro Woche. „Bei uns hat sich noch kein einziger Kollege und auch kein Schüler in der Schule angesteckt.“ Er hofft, dass mit dem Hygienekonzept der Schule, mit Masketragen und Lüften alle 20 Minuten auch Omikron keine große Chance habe.

Henning Schult

Es gebe vom Land und Landkreis genügend kostenlose Masken, sodass jeder sich im Klassenraum bedienen könne. Auch Test-Kits seien ausreichend da. Die Schüler müssten die zuhause gemachten Test mitbringen, sie würden kontrolliert und entsorgt.

Auch Christoph Dönges, Leiter des Northeimer Gymnasiums Corvinianum sieht optimistisch in die Schulzukunft. Auch er verfüge über ausreichend Masken und Testkits. Zudem seien alle Corvi-Klassenräume mit Luftfilteranlagen ausgestattet und von den 88 Lehrern seien 87 sogar schon geboostert.

„In der Schule ist das Ansteckungsrisiko geringer als im ÖPNV“, fährt Dönges fort. Aber deswegen müsse im Bus ja auch zwingend von allen eine FFP2-Maske getragen werden.

Markus Hohmeister, Schulleiter der Kooperativen Gesamtschule Moringen mit Nebenstelle in Nörten-Hardenberg, sieht ebenfalls die größere Ansteckungsgefahr im Öffentlichen Personennahverkehr. In der Schule greife das Hygienekonzept mit versetzten Pausen und Kohorten, im Bus säßen dann wieder alle zusammen.

Nach den Ferien geht es im Wesentlichen so weiter wie vor den Ferien, so Hohmeister weiter. Die medizinischen Masken, die die Schüler tragen müssen, müssten von den Eltern besorgt werden. Denn die Masken gehörten zur täglichen Ausstattung, so der Schulleiter. Hohmeister hofft, dass die Schulen nicht wieder in den Distanzunterricht wechseln müssen. Gemeinsames Lernen mit Anleitung sei aus seiner Sicht besser und effektiver. Und auch für das Sozialgefüge sei das Lernen in der Gruppe besser. Dafür würde die Schule auch gern den erhöhten Organisationsaufwand in Kauf nehmen.

Bis auf eine Handvoll seien an der KGS alle Lehrer geimpft, viele seien bereits geboostert. Laut Hohmeister macht der Impfbus am Mittwoch, 12. Januar, an der KGS Station, dort könnten sich Schüler und Lehrer impfen lassen. Inzwischen liegen rund 150 Anmeldungen vor.

Andrea Metz, Schulleiterin der Schule im Kirchtal in Langenholtensen, berichtet, dass rund 98 Prozent des Schulpersonals geimpft sei. Die Lehrer hätten schon seit den Herbstferien mit FFP2-Masken unterrichtet. Für die Schüler sei es nun nach den Ferien neu, dass sie medizinische Masken tragen müssten. Man wolle aber an der Maskenpause alle 20 Minuten festhalten. Dann werden die Masken für fünf Minuten abgesetzt und die Klassenräume gründlich gelüftet. Das habe sich bislang bewährt. Trotz einiger Corona-Fälle an der Schule habe man die Ausbreitung bislang immer gut eindämmen können.

Metz hofft, dass man auch mit Omikron am Präsenzunterricht festhalten könne. „Die Routine und Regelmäßigkeit ist wichtig für Schüler und Eltern“, sagt sie und fügt an: „Es bleibt spannend“.

An der Integrierten Gesamtschule (IGS) Bodenfelde sind offiziell noch keine neuen Anordnungen eingegangen, sagte Schulleiter Andreas Heinrich auf Anfrage. Bisher sei ihm nur bekannt, dass mindestens OP- oder FFP2-Masken zu tragen seien. Das sei an der IGS aber schon vor den Ferien der Fall gewesen. Ansonsten gelte, dass in der ersten Schulwoche alle Schüler, die noch nicht geimpft sind, täglich zuhause getestet werden müssen. Die Schule verlasse sich dabei auf die Eltern, sagte der Schulleiter.

Zum Thema Luftfilter berichtet der Schulleiter, dass sie für die IGS vom Schulträger bestellt wurden. Noch sei die komplette Lieferung nicht eingetroffen. Heinrich bezeichnet die erste Woche nach den Ferien als einen Versuch. Er hofft, „dass alles gut geht“. (Axel Gödecke, Rosemarie Gerhardy und Frank Schneider)

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