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Schulen: Landkreis investiert in Netzwerk und Präsentationstechnik

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Von: Olaf Weiss

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Ein Bündel Glasfaserkabel
Ein Bündel Glasfaserkabel (Symbolbild). © Uwe Anspach/dpa

Der Landkreis Northeim verstärkt sein Engagement zur Digitalisierung seiner Schulen. In diesem Jahr werden dafür weitere 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das hat der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Im kommenden Jahr sollen laut Haushaltsentwurf 2023 weitere 6,7 Millionen Euro in die Digitaltechnik der Schulen investiert werden.

Northeim – Kern der Digitalisierung ist nach Mitteilung der Kreisverwaltung der Ausbau der Netzwerkstruktur in den Schulen sowie die Anschaffung von Präsentationstechnik und Endgeräten. Preissteigerungen haben demnach dazu geführt, dass die Kosten für den Infrastrukturausbau bereits jetzt um eine Million Euro auf insgesamt 11,3 Millionen Euro geklettert sind.

Hinzu kommen laut Beschlussvorlage für den Kreistag rund 3,1 Millionen Euro für die Beschaffung und Montage von Anzeige- und Interaktionsgeräten, wie Smart-TVs oder Whiteboards sowie die Demontage und Entsorgung von Altgeräten.

Die Kreisverwaltung kalkuliert für die Digitalisierung der landkreiseigenen Schulen insgesamt mit 11,4 Millionen Euro für den Infrastrukturausbau (Netzwerkausbau) und 3,1 Millionen Euro für die Medientechnik. Vom Bund gibt es im Rahmen des sogenannten Digitalpaktes eine Fördersumme von 5,5 Millionen Euro, sodass der Landkreis selbst insgesamt neun Millionen Euro aufbringen muss.

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD) will nachfolgenden Generationen zwar keinen Schuldenberg hinterlassen, betont aber: „Es gehört auch dazu, unseren Kindern einen lebenswerten Landkreis und eine funktionsfähige Infrastruktur zu hinterlassen. Daher wollen und können wir auf wichtige Investitionen nicht verzichten.“

Astrid Klinkert-Kittel
Astrid Klinkert-Kittel © LPD Northeim

Der bisherige Ausbau der Infrastruktur an der BBS Einbeck, der Rainald-von-Dassel-Schule, dem Gymnasium Uslar und der Thomas-Mann-Schule Northeim soll im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein. Zum Jahresbeginn sollen die Arbeiten an der Oberschule Bad Gandersheim, dem Roswitha-Gymnasium in Bad Gandersheim sowie der Haupt- und Realschule Greene beginnen. Allerdings verzögert sich laut Kreisverwaltung die Anschaffung der Präsentationstechnik, die bereits nach den Sommerferien da sein sollte, aufgrund einer erfolglosen Ausschreibung. Interaktive Displays, HD-Beamer und Whiteboard/Beamer-Kombinationen müssten nun erneut europaweit ausgeschrieben werden. Smart-TVs, Apple TV-Boxen und Videokonferenzsysteme würden dagegen gerade ausgeliefert. (Olaf Weiss)

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