Elternräte sprechen sich gegen verordnete Oberschule durch Zusammenlegung dreier Schulen aus

Schulfusion: Eltern fordern Befragung

Northeim. Die Schulelternräte der Gutenberg-Realschule, der Thomas-Mann-Real- und -Hauptschule sowie der Gerhart-Hauptmann-Hauptschule lehnen eine von oben verordnete Zusammenlegung ihrer Schulen mit Umwandlung in eine Oberschule ohne gymnasialen Zweig strikt ab. Sie fordern den Landkreis als Schulträger auf, vor einer Entscheidung die Eltern in Northeim zu befragen.

In einem Schreiben an den Kreistag fordern sie die Politiker auf, nichts zu übereilen und dem Vorschlag der Verwaltung nach einer Schulfusion schon zum nächsten Schuljahr auf gar keinen Fall zu folgen.

Zuerst müsse bei einer Befragung aller betroffenen Grundschuleltern der tatsächliche Elternwille ermittelt werden.

Zu keiner Zeit sei durch eine der Schulleitungen eine Fusion aller Schulen beantragt worden und schon gar nicht ohne gymnasialen Zweig, heißt es in dem Brief. Auch eine von der Kreisverwaltung vorgebrachte Begründung, die Stelle des Konrektors an der Thomas-Mann-Schule sei unbesetzt, entspreche nicht den Tatsachen. Der Posten sei von der Landesschulbehörde umgehend mit einem Nachfolger besetzt worden.

Gerade die Möglichkeit für künftige Schüler, an einer Northeimer Oberschule einen gymnasialen Zweig einzurichten, würde neue Alternativen in der Schullandschaft Northeims bieten und zu einer Entlastung des Gymnasiums Corvinianum und der KGS Moringen führen, heißt es in der Resolution der Elternräte.

Zugleich fragen die Eltern, wie ein Schulbetrieb mit einer Oberschule und einer Schulleitung, aber an mehreren Standorten angeblich kostengünstiger als derzeit funktionieren soll. Schließlich kritisieren sie, dass den Lehrern der betroffenen Schulen nicht die Zeit gegeben werden soll, eine pädagogisch sinnvolle Planung vornehmen zu können. (goe)

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